Beispiellose Malware-Angriffe auf iPhones: Apple mahnt zum Update
Angreifer setzten komplexe Exploits ein, um iPhones bei Aufruf einer Webseite zu knacken. Apple-Patches liegen vor, Nutzer sollten sie dringend installieren.
(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
iPhone-, iPad- und Mac-Nutzer sollten schnellstmöglich alle verfügbaren Updates einspielen. Die jüngsten Versionen von iOS 26 bis zurück zu iOS 15 schützen gegen Schwachstellen, die durch die zwei mächtigen Exploit-Kits DarkSword und Coruna offenbar für großflächige Angriffe gegen iPhone-Nutzer eingesetzt wurden, wie Apple mitteilte. Ob ein Update vorliegt, lässt sich auf dem Gerät in „Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate“ prüfen. Die Software auf dem neuesten Stand zu halten, bleibe der wichtigste Baustein, um das eigene Gerät zu schützen.
Nicht alle iOS-Versionen erhalten Patches
Genaue Versionsnummern mit sämtlichen verfügbaren Patches nannte der Hersteller nicht. Aktuell sind iOS, iPadOS und macOS 26.3.1, iOS 18.7.6 sowie iOS/iPadOS 16.7.15 und iOS/iPadOS 15.8.7. Für die alten iOS-/iPadOS-Versionen hatte Apple in der vergangenen Woche unter Verweis auf Coruna ein Notfall-Update veröffentlicht. Ob die Exploit-Kits auch gegen Macs eingesetzt wurden, bleibt unklar, Sicherheits-Updates liefert Apple derzeit für macOS 26, macOS 15 und macOS 14.
Nutzer, die noch iOS 17 einsetzen, müssen demnach auf iOS 18 aktualisieren. iPhones, die noch mit iOS 13 oder iOS 14 laufen, sollten zur Beseitigung der Sicherheitslücken auf iOS 15 umsteigen, merkt der Hersteller an.
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Mehrere Sicherheitsforscher haben in den vergangenen Tagen ausführliche Analysen zu DarkSword und Coruna veröffentlicht. Zum ersten Mal scheinen hochkomplexe Exploit-Kits im breiteren Stil gegen beliebige iPhone-Nutzer eingesetzt worden zu sein – auch aus finanzieller Motivation und nicht allein im Rahmen gezielter staatlicher Überwachung.
Malware über Webseiten eingeschleust
Der Aufruf einer manipulierten Webseite reichte demnach zur kompletten Kompromittierung des iPhones aus. Dabei konnten angeblich sensible Daten von den Geräten ausgelesen und an die Angreifer übertragen werden. Die Angriffe richteten sich unter anderem gegen Nutzer in der Ukraine, Türkei und Saudi-Arabien, die Exploits waren speziell auf bestimmte Versionen von iOS 17 und iOS 18 ausgelegt.
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(lbe)