Kommende Gemini-App für macOS soll angeblich Bildschirminhalte analysieren

Um zur Konkurrenz aufzuschließen, entwickelt Google eine macOS-App für Gemini. Sie soll mit den Apps und Daten des Nutzers zusammenspielen.

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MacBook Neo mit aufgeklapptem Bildschirm

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

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Gemini kommt offenbar als App auf den Mac: Google hat einem Bericht zufolge eine erste macOS-Version des Chatbots an einen breiteren Kreis an Betatestern verteilt. Eine offizielle Ankündigung steht bislang noch aus. Gemini ist auf Desktop-Betriebssystemen aktuell nur per Browser respektive als Web-App verfügbar, bleibt damit funktional stark begrenzt und hinkt hier den Konkurrenten ChatGPT und Claude deutlich hinterher.

Die macOS-App von Gemini offeriere die aus der Mobilversion bekannten Funktionen. Tester sollen unter anderem die KI-Generierung von Bildern, Videos und Musik ausprobieren sowie Tabellenerstellung und Informationsanalyse prüfen, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Die Beta-Version biete bislang nur solche Basisfunktionen.

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Zugleich scheint aber eine tiefere Integration in Apples Desktop-Betriebssystem geplant: Im Code der App gibt es den Angaben zufolge bereits einen Hinweis auf die Funktion „Desktop Intelligence“: Diese soll es Gemini ermöglichen, Bildschirminhalte zu analysieren und damit Daten und Inhalte aus anderen Apps einzulesen. Die Aktivierung erlaubt der Gemini-App, „zu sehen, was Du siehst (etwa den Bildschirmkontext)“, zitiert Bloomberg aus dem Hinweis im Code.

Die native macOS-Version von ChatGPT erlaubt bereits, mit bestimmten anderen Apps zusammenzuarbeiten, darunter Apple Notizen, Terminal und Xcode. Codex und Claude Code sind außerdem in der Lage, lokale Dateien einzulesen sowie Shell-Kommandos auszuführen – und damit auch direkt mit bestimmten Daten des Nutzers zu arbeiten sowie den Mac in begrenztem Umfang zu steuern.

Apple hat eine neue Version von Siri in Aussicht gestellt, die den Kontext und persönliche Daten des Nutzers berücksichtigen soll sowie Aktionen über Apps hinweg ausführen kann. Der Hersteller konnte diese KI-Funktionen mit eigenen KI-Modellen bislang nicht umsetzen. Ein Deal mit Google erlaubt Apple nun, Gemini als Basis für künftige KI-Funktionen in seinen Betriebssystemen einzusetzen.

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(lbe)