Microsoft will den Speicherhunger von Windows 11 bändigen
Windows-11-Rechner sollen bis zum Jahresende weniger RAM benötigen. Gleichzeitig will Microsoft die Schwuppdizität erhöhen.
(Bild: Curt Bauer / Shutterstock.com)
Microsoft nimmt sich der Performance von Windows 11 an. Im Laufe des Jahres plant die Firma Updates, die den Speicherbedarf senken und die gefühlte Geschwindigkeit („Schwuppdizität“) erhöhen sollen. „Im Laufe des Jahres verbessern wir die Systemleistung, die Reaktionsgeschwindigkeit von Apps, den Datei-Explorer und das Windows-Subsystem für Linux“, verspricht Executive Vice President Pavan Davuluri in einem Blog-Beitrag.
Es ist eine erste Reaktion auf die aktuell wütende Speicherkrise und Apples MacBook Neo, das sich mit 8 GByte RAM begnügt. Windows 11 läuft zwar schon mit 4 GByte RAM, beansprucht dann aber den Großteil selbst. Bei Desktop-PCs und Notebooks mit 8 GByte genehmigt sich das Betriebssystem gerne mehr als die Hälfte. Dadurch fühlen sich Systeme potenziell langsam an; Apps ruckeln.
Die Speicherbelegung unter Windows 11 steigt mit dem vorhandenen RAM, weil das Betriebssystem dann mehr Daten vorhält. macOS zeigt sich genügsamer, sodass sich vor allem 8-GByte-Systeme geschmeidiger anfühlen. Notebook-Hersteller wollen das MacBook Neo kontern und benötigen dafür Speicheroptimierungen seitens Microsoft. Mehr als 8 GByte RAM sind wirtschaftlich in einem 700-Euro-Notebook nicht drin. Microsoft hat zwar keinen Einfluss auf die Speicheroptimierung von Apps, kann aber den Speicherbedarf von Windows reduzieren, um mehr Speicher für Apps freizuschaufeln.
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Mehr Schwuppdizität
Framework-Anpassungen sollen zusätzlich die gefühlte Geschwindigkeit verbessern. Microsoft will mehr Oberflächen ins Framework WinUI 3 überführen. Die aktuelle Version soll flotter agieren als WinUI 2. Zudem verspricht Microsoft weniger Latenz und Overhead durch Sprünge zwischen verschiedenen Bedienoberflächen. Konkret soll das Startmenü künftig flotter auf Klicks reagieren.
Auch beim Datei-Explorer verspricht Microsoft niedrigere Latenzen und eine höhere Zuverlässigkeit, etwa bei der Suche und Navigation in Ordnern. Windows 11 soll Dateien künftig schneller öffnen. Große Dateien soll das Betriebssystem künftig schneller verschieben und kopieren können. Generelle Verbesserungen soll zudem das Windows-Subsystem für Linux erhalten.
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(mma)