US-Börsenaufsicht SEC stellt Ermittlung gegen Faraday Future ein
Wegen falscher oder irreführender Angaben hatte die SEC den Elektroautohersteller Faraday Future im Visier. Die Börsenaufsicht hat die Ermittlungen eingestellt.
Luxuselektroauto Faraday Future FF91
(Bild: Faraday Future)
Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat ihre Ermittlungen gegen den chinesisch-amerikanischen Elektroautohersteller Faraday Future eingestellt. Die SEC hat sich dazu nicht weiter geäußert.
Die SEC informierte das Unternehmen und mit der Angelegenheit befasste Personen in der vergangenen Woche über die Einstellung. Das berichtet das US-Technologiemagazin Techcrunch unter Berufung auf vier Quellen. Eine Anfrage von Techcrunch um eine Stellungnahme blieb unbeantwortet.
Faraday Future hat das Ende der Ermittlungen bestätigt. Die SEC habe keine Strafmaßnahmen gegen das Unternehmen, gegen Chef und Gründer Jia Yueting oder andere Unternehmensangehörige verhängt, teilte Faraday Future mit.
Viel Zeit und Aufwand für Zusammenarbeit mit SEC
„In den vergangenen fünf Jahren mussten wir viel Zeit, Mühe und Geld für die Zusammenarbeit bei den Ermittlungen aufwenden“, kommentierte Jia. „Jetzt können wir unsere gesamte Energie in die Umsetzung unserer Strategie stecken.“
Die Ermittlungen dauerten rund vier Jahre und drehten sich unter anderem um den Börsengang. 2021 fusionierte Faraday Future mit einer sogenannten Special Purpose Acquisition Company (Spac) und ging darüber an die Börse. Dabei soll das Unternehmen „falsche und irreführende Angaben“ gemacht haben. Daneben soll Faraday Future 2023 falsche Verkaufszahlen veröffentlicht haben.
Im Laufe der Ermittlungen, die sich fast vier Jahre hinzogen, hat die Behörde dem Unternehmen eine Reihe von Vorladungen zugestellt. Zudem wurden nach Angaben von drei der Techcrunch-Informanten 2024 und 2025 mehrere ehemalige Mitarbeiter und Führungskräfte befragt.
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Im Sommer vergangenen Jahres schickte die Behörde dem Unternehmen sogenannte Wells Notices, auf die normalerweise eine behördliche Maßnahme folgt. Geschehen sei danach aber nichts, was ungewöhnlich sei, berichtet Techcrunch. Die Behörde habe aber zuletzt nur sehr wenige neue Fälle eröffnet. Im vergangenen Jahr seien nur vier Verfahren eingeleitet worden.
(wpl)