Umfrage: Rekordinteresse an iPhone-Upgrades – Android-Sektor schwächelt
Eine Erhebung von Morgan Stanley deutet auf eine Rekordzahl an geplanten iPhone-Upgrades hin. Während Apple profitiert, drohen Android-Herstellern Verluste.
(Bild: DavideAngelini/Shutterstock.com)
Eine globale Erhebung von Morgan Stanley deutet auf eine Rekordzahl an geplanten iPhone-Käufen im Jahr 2026 hin. Die anhaltende RAM- und Speicherkrise lassen jedoch weiterhin einen düsteren Ausblick auf dieses Jahr erwarten. Den Daten ihrer „AlphaWise“-Umfrage der Marktforschungs-Einheit Morgan Stanley zufolge könnten Android-Hersteller dies besonders zu spüren bekommen.
Apple verliert weniger stark
Laut der Umfrage von Morgan Stanley könnten die Android-Verkaufszahlen in diesem Jahr um bis zu 15 Prozent im Vorjahresvergleich zurückgehen, während die des iPhones nur um 2 Prozent sinken dürften, heißt es in einem Auszug auf Investing.com. Analyst Erik Woodring erklärte am Montag in einer Mitteilung, dass die Ergebnisse „auf den ersten Blick“ positiv erscheinen, jedoch ein schwierigeres Jahr für den Gesamtmarkt verschleiern.
Der Datenerhebung zufolge könnten die Upgrade-Raten für die nächsten 12 Monate in den USA und China „Allzeithochs“ erreichen, was gleichzeitig bedeute, dass sich die Austauschzyklen „auf ein 10-Jahres-Tief beschleunigen“, so der Morgan-Stanley-Analyst Erik Woodring. Woodring schreibt weiter, dass Apple „der einzige große globale Smartphone-Anbieter ist, von dem erwartet wird, dass er 2026 Marktanteile gewinnen wird“. Ein starkes Wachstum zeigte Apple schon im vergangenen Jahr. Das weitere Wachstum werde vor allem angetrieben durch „neue und fortschrittliche Funktionen“, eine höhere Gerätequalität und eine breite „Upgrade-Berechtigung“ . Woodring fügt hinzu, dass die iPhone-Wechselraten ein 5-Jahres-Hoch erreichen dürften, was die relative Stärke des Unternehmens unterstreiche.
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Android-Nutzer mit geringerer Markentreue
Derweil sehen sich Android-Hersteller dem Bericht zufolge mit einer „beispiellosen Inflation der Speicherkosten“ konfrontiert, die aufgrund höherer Preise „die Nachfrage auf dem Smartphone-Markt erheblich dämpfen“ wird. Zudem geht der Morgan-Stanley-Bericht davon aus, dass eine geringere Markentreue und eine höhere Preissensibilität Android „gegenüber Apple anfälliger machen“ werde.
Weitere Details der Umfrage hat der Creative-Strategies-Analyst Max Weinbach geteilt, die aufzeigen, dass Googles Pixel-Smartphones inmitten der Wechselbereitschaft der Nutzerinnen und Nutzer die einzige weitere nennenswerte Ausnahme darstellen.
Laut Weinbach sind Googles Pixel und das iPhone die einzigen Marken, die neue Nutzer gewinnen. Wie der Creative-Strategies-Analyst betont, hat Apples Wachstumsrate aufgrund der Größe des Unternehmens eine weitaus größere Bedeutung. Aus diesem Grund geht Morgan Stanley davon aus, dass „Apple im Jahr 2026 der eindeutige Gewinner bei den Marktanteilen sein wird, während Android-Anbieter wahrscheinlich Anteile verlieren werden“.
Aufgrund der schwierigen Marktsituation senkt Morgan Stanley seine Prognose für die weltweiten Smartphone-Auslieferungen im Jahr 2026 auf 1,1 Milliarden Einheiten von zuvor 1,3 Milliarden. Das entspreche einem Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Apples prognostiziertes starkes Wachstum in diesem Jahr zeigt sich bereits in China: In den ersten neun Wochen des Jahres 2026 wuchs der iPhone-Bauer laut Zahlen von Counterpoint Research um ganze 23 Prozent im Vorjahresvergleich, während der Markt eine rückläufige Tendenz verzeichnete.
(afl)