Audi Q3 e-hybrid im Test: Gelungen - und unter Druck

Plug-in-Hybride wurden in den vergangenen Jahren deutlich besser, so auch im getesteten Audi Q3. Trotzdem werden die Zeiten für sie nicht einfacher.

Artikel verschenken
vorlesen Druckansicht 15 Kommentare lesen
Audi Q3 e-hybrid

(Bild: Martin Franz / heise Medien)

Lesezeit: 12 Min.
Inhaltsverzeichnis

„Papa, warum ist der plötzlich so laut?“ Wenn in ein und derselben Verpackung zwei Antriebskonzepte antreten, wird auch Menschen, die vom eigenen Führerschein noch viele Jahre entfernt sind, ein Unterschied mitunter brutal offensichtlich. Plug-in-Hybride spalten seit jeher die Meinungen, doch für die Hersteller gibt es gute Gründe, sie weiterhin anzubieten. Da sie für die Ziele der Autokonzerne beim Flottenverbrauch nur dann hilfreich sind, wenn sie auch verkauft werden, haben diese Antriebe in den vergangenen Jahren technisch ziemlich zugelegt. Die meisten könnten inzwischen elektrisch eine tatsächlich nennenswerte Strecke fahren, und auch das Laden klappt bei einigen Modellen zügiger als noch vor ein paar Jahren. Doch Autos wie der Audi Q3 e-hybrid in diesem Test müssen sich den aktuellen Konkurrenten stellen. Das wird zunehmend schwieriger.

Schnelle Fakten zum Audi Q3 Sportback
  • Der Audi Q3 der dritten Generation ist seit Ende 2025 auf dem Markt.
  • Länge: 4,53 m / Breite mit Außenspiegeln: 2,09 m / Höhe: 1,57 m
  • Antriebe von 110 kW - 200 kW
  • Batterie (PHEV) netto / brutto: 19,7 kWh / 25,7 kWh
  • Preis Q3 Sportback ab 46.450 Euro
  • Größte Stärken: Feines Fahrwerk, hohe Verarbeitungsqualität
  • Größte Schwächen: Hoher Preis, Eingeschränkte Effizienz

Der Plug-in-Hybridantrieb ist im Audi Q3 nicht neu. Schon im Vorgänger gab es einen, der allerdings nur im grundsätzlichen Aufbau noch etwas mit dem aktuellen Modell zu tun hat. Ein 1,5-Liter-Vierzylinder aus der EA211evo2-Reihe mit Miller-Verfahren, bei dem die Einlassventile früher als gewöhnlich schließen, einer Phasenverstellung für beide Nockenwellen und einem VTG-Lader, also verstellbaren Leitschaufeln am Turbineneingang, entspricht dem aktuellen Stand bei Volkswagen. In einigen Ausführungen verbaut der Konzern auch eine Zylinderabschaltung zur Erhöhung der Effizienz, nicht aber in den Plug-in-Hybriden.

Aktuelle Autotests

Der Verbrenner ist selbstverständlich auf die Abgasnorm Euro 7 vorbereitet. Er leistet 130 kW, der E-Motor 85. Zusammen sind es immerhin 200 kW. Verfügbar wäre im Prinzip auch eine Ausbaustufe des PHEV mit 110 kW-Benziner, die es bei 150 kW Systemleistung belässt. VW bietet das im Tiguan an, Audi im Q3 bislang allerdings nicht, was durchaus schade ist. Denn vielen dürfte sie vollauf genügen. Zumal die Unterschiede in den Modellen, in denen beide Leistungsstufen des Plug-in-Hybrids angeboten werden, bei den Fahrleistungen geringer sind, als es 50 kW Differenz in der Systemleistung vermuten ließen. Vielleicht ringt sich Audi ja noch zu einer Angebotserweiterung durch.

Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Audi Q3 e-hybrid im Test: Gelungen - und unter Druck". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.