Nervige Installation passé: Parallels Desktop erleichtert Bezug von Windows 11

Bislang mussten sich macOS-Nutzer Windows 11 25H2 mit einigen Kniffen selbst besorgen. Parallels Desktop erleichtert das jetzt.

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Parallels Desktop

Parallels Desktop, hier eine ältere Version mit Windows 10.

(Bild: Parallels)

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Die ARM-Version von Windows 11 läuft problemlos und erstaunlich performant als virtuelle Maschine auf dem Mac. Das Problem: Wer die aktuelle Hauptversion 25H2 haben wollte, musste mit der berühmt-berüchtigten Windows-Registry herumfuhrwerken, damit das Update losläuft. Parallels hat für seine Virtualisierungslösung Parallels Desktop in der neuesten Version 26.3.0, die soeben erschienen ist, zumindest etwas Abhilfe parat: Künftig wird Windows 11 25H2 bei Neuinstallationen einer VM sofort standardmäßig heruntergeladen, muss also nach dem Setup nicht noch mühsam bezogen werden. Um die Installation weiterer Aktualisierungen (insbesondere Sicherheitsfixes) kommt man allerdings normalerweise auch so nicht herum, obwohl Parallels verspricht, jeweils den neuesten Build auszuliefern. Zuvor hatte man sich, wenn man gleich 25H2 haben wollte, das Image selbst besorgen müssen, nun geht es bequem über den Assistenten in Parallels Desktop.

Die Änderung ist allerdings nicht hilfreich, wenn die virtuelle Maschine bereits älter beziehungsweise vorhanden ist. Hier bleibt es dabei, dass man sich in die Registry begeben muss, um die Aktualisierung zu erzwingen. Das liegt wiederum an der Update-Politik von Microsoft. Wer mit Windows 11 26H1 liebäugelt: Dieses Update wird von Microsoft nicht für Normalnutzer offeriert, es dient allein OEMs, also Herstellern und Verkäufern von PCs.

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Ein wenig schade ist das auf den ersten Blick schon, da die neue Version speziell für ARM-Prozessoren gedacht ist. Dass die enthaltenen Anpassungen Mac-Nutzern etwas bringen würden, ist aber unwahrscheinlich, da Microsoft hiermit vor allem sein Windows 11 für neue Snapdragons zu optimieren gedenkt. Das nächste echte Feature-Update sollte 26H2 sein, das dann wohl auch in Mac-VMs läuft.

Parallels verspricht mit dem Update weitere Neuerungen und Fixes, die durchaus wichtig sind. Dazu gehören Problembehebungen bei der Installation von Windows 11, die steckenbleiben konnte, eine fehlerhafte Anzeige des Lizenzierungsstatus und Bugfixes für den Coherence-Modus bei der Nutzung von Office-Produkten und anderen Programmen.

Bestimmte grafikintensive Windows-Apps konnten zudem das gesamte System herunterziehen und einen Neustart des Mac erfordern. Für Mac-VMs wurden Probleme mit Tahoe-26.1-VMs behoben (Parallels Tools ließ sich nicht installieren) und es konnte vorkommen, dass virtuelle Maschinen nach einem Upgrade des Mac auf Tahoe grundsätzlich nicht mehr liefen. Linux-VMs sollen besser mit x86-Anwendungen umgehen können, zudem wurden Probleme bei Netzwerkverbindungen behoben, die beim Wechsel der Netzwerkmodi (Shared / Bridged) auftreten konnten.

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(bsc)