RAM-Krise als möglicher Grund: Mac mini und Mac Studio schwer zu kriegen
Sogar Standardkonfigurationen von Apples Kompakt-Desktops sind derzeit nur nach Wochen zu beziehen. Entweder kommen neue Modelle oder Apple hat RAM-Probleme.
Mac mini M4 mit Zubehör.
(Bild: Apple)
Wer sich für die aktuellen Varianten von Mac mini M4 und Mac Studio M3 Ultra oder Mac Studio M4 Max interessiert, muss sich bei Apple auf Wartezeiten einrichten. Wie ein Blick auf den Online-Laden des Konzerns zeigt, wartet man etwa auf den billigsten Mac mini mit 16 GByte RAM und 256 GByte großer SSD je nach Abholweg gut drei Wochen. Ähnliches gilt für andere Konfigurationen wie die Variante mit M4 Pro.
Geduld bei kleinen Macs gefragt
Beim Mac Studio braucht es noch deutlich mehr Geduld. Wer die Einsteigerversion mit M4 Max, 36 GByte RAM und 512 GByte großer SSD haben will, soll sich bis Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni gedulden. Teilweise kann man allerdings auch Glück haben und Standardkonfigurationen noch vor Ort im Apple-Laden finden. Auch ein Blick in den heise-Preisvergleich kann sich lohnen, da Händler noch Ware haben.
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Es ist unklar, wie es zu den Lieferverzögerungen kommt. Üblicherweise legen diese in einem späteren Zyklus der Geräte nahe, dass es demnächst frische Produkte gibt. Die aktuellen Inkarnationen von Mac Studio und Mac mini kamen im März beziehungsweise November 2025 auf den Markt. Es wird erwartet, dass noch in diesem Jahr M5-Varianten erscheinen, allerdings gab es zuletzt keine Gerüchte dazu, dass dies demnächst passiert. Daher ist als zweiter Grund auch denkbar, dass bei Apple mittlerweile die RAM-Krise durchschlägt – obwohl Apple hier auf große und langfristige Lieferverträge setzt.
Eine RAM-Variante bereits eingestellt
Die Verfügbarkeitsprobleme in anderen Regionen sind offenbar noch größer, so soll man in den USA auf einen Mac mini M4 bis zu 18 Wochen warten. Apple hatte, wohl in Reaktion auf die RAM-Krise, bereits im März die 512-GByte-RAM-Variante des Mac Studio aus dem Programm genommen. Der Konzern setzt in all seinen Apple-Silicon-Maschinen auf SoCs, bei denen RAM, CPU und GPU in einem System-on-a-Chip-Modul stecken. Das befreit Apple aber auch nicht von der Notwendigkeit, RAM-Module für diese SoCs zu beziehen.
Aufgrund des KI-Booms und einer immer kleineren RAM-Herstelleranzahl gab es seit dem vergangenen Jahr massive Aufschläge bei Speicherriegeln. Apple konnte dies bislang ausgleichen, indem die interne Marge zurückging. So gilt etwa das MacBook Neo als Schnäppchen, auch wenn darin nur 8 GByte stecken. Das liegt aber vor allem an der Verwendung des A18 Pro aus dem iPhone. Das SoC ist für diese RAM-Größe ausgelegt.
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(bsc)