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Anonymisierendes Linux: Notfallupdate Tails 7.6.1 schließt Lücken im Browser

Die Tails-Maintainer haben das Notfallupdate auf Version 7.6.1 veröffentlicht. Es schließt vor allem Sicherheitslücken im Browser.

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Desktop von Tails 7.6.1 auf Notebook

Tails 7.6.1 ist ein Notfallupdate zum Stopfen von Sicherheitslecks.

(Bild: heise medien)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die anonymisierende Linux-Distribution Tails ist in Version 7.6.1 erschienen. Die Maintainer bezeichnen die Fassung als Notfall-Release, um wichtige Sicherheitslücken im Tor-Browser zu stopfen.

Das erklären die Entwickler in der Versionsankündigung von Tails 7.6.1. Der Tor-Browser ist darin auf Version 15.0.9 aktualisiert und schließt damit Sicherheitslücken, die die Browser-Basis Firefox ESR 140.9.1 behandelt. Die Programmierer merken dazu an, dass ihnen noch kein Missbrauch der Schwachstellen in der Praxis bekannt ist.

Weitere Software-Komponenten haben die Tails-Maintainer im gleichen Atemzug ebenfalls auf neuere Stände gebracht. Der Tor-Client kommt in Version 0.4.9.6 mit, Thunderbird in Fassung 140.9.0. Außerdem haben sie Firmware-Pakete aktualisiert, was die Unterstützung neuerer Hardware verbessert, etwa Grafikkarten, WLAN-Dongles und so weiter.

Aktualisierte Abbilder gibt es zum Verfrachten auf USB-Sticks sowie als ISO zum Brennen auf DVDs oder zur Nutzung in virtuellen Maschinen. Wer Tails 7.0 oder neuer nutzt, kann über die automatische Upgrade-Funktion auf 7.6.1 aktualisieren.

Tails ist dazu gedacht, auf startbare USB-Sticks gebannt zu werden. Damit lassen sich beliebige Rechner starten, auf denen Tails eine sichere Umgebung bildet. Die ermöglicht durch Nutzung des Tor-Netzes anonymes Bewegen im Internet. So lassen sich etwa Zensurmaßnahmen oder auf Rechner installierte Spyware wie Keylogger umgehen.

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Ende März erschien die Hauptversion Tails 7.6. Sie brachte als größere Änderung den Wechsel auf einen einfacheren Passwort-Manager „Secrets“, der den bis dahin verwendeten KeePassXC ersetzt. Außerdem haben die Tails-Entwickler darin die Verbindungsmöglichkeiten verbessert. Die Tor-Bridges, die in Umgebungen nötig sind, in denen Zensoren den regulären Zugang zum Tor-Netzwerk blockieren, lassen sich seitdem basierend auf der geografischen Region auswählen – automatisch.

Siehe auch:

  • Tails: Download schnell und sicher von heise.de

(dmk)