Welt-Passwort-Tag: Passkeys, Mehr-Faktor-Authentifizierung, alles ist besser
Jeden ersten Donnerstag im Mai ist der Welt-Passwort-Tag. Zeit, sich um bessere Sicherheit zu kĂĽmmern.
(Bild: Shutterstock/selinofoto)
Der Welt-Passwort-Tag erinnert daran, dass Zugangsdaten sicher sein sollten. Was ursprünglich mal lediglich Komplexität und Wiederverwendung bedeutet, inzwischen jedoch deutlich bessere Sicherheitsmechanismen meint.
Die ewige Statistik listet bei allen möglichen Passwort-Datenlecks noch immer die "123456" und ähnliche Passwörter als häufig verwendet auf. Natürlich sollten Passwörter komplexer sein und längere Zeichenfolgen mit Groß- und Kleinschrift sowie Sonderzeichen und Zahlen umfassen. Und für jeden Zugang bitte eine eigene Variante. Hierbei helfen unter anderem auch kostenlos verfügbare Passwort-Manager, die sich um die Merkarbeit kümmern und nach Eingabe des Masterpassworts oder nach biometrischer Authentifizierung die Zugangsdaten freigeben.
Da jedoch immer wieder Einbrüche in IT-Systeme und dabei abfließende Informationen wie Zugangsdaten stattfinden, sollte das Sicherheitskonzept sich nicht auf die einfache Kombination aus Username und Passwort beschränken. Sonst können Angreifer damit direkt in die Konten von Betroffenen eindringen.
Passwörter: Aufbrezeln oder ersetzen
Wo es möglich ist, sollten Nutzer und Nutzerinnen daher eine Mehr-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Durch den Nachweis des Besitzes eines weiteren Faktors muss sich der Kontoinhaber bei Logins ausweisen. Das ist etwa eine Zahlenkombination aus einem Authenticator, der auf dem Smartphone läuft. Die schlechteren Alternativen wären Zweifaktoren mittels E-Mail oder SMS. Auf die sollten Angreifer keinen Zugriff haben und der Zugang dadurch verwehrt bleiben.
Allerdings sind Kriminelle da schon länger drauf vorbereitet. Sie setzen bei Phishing-Kampagnen darauf, in Echtzeit mit potenziellen Opfern in Kontakt zu stehen und dabei die Freigabe mittels Zusatzfaktor auszuhebeln.
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Ideal ist daher der Umstieg auf Passkeys. Die bieten immer mehr Unternehmen an, um sicherer auf die Online-Konten zuzugreifen. Dabei kommen keine Passwörter mehr zum Einsatz, sondern es handelt sich um einen Schutz basierend auf kryptografischen Zertifikaten. Gegenstellen weisen sich damit als echt aus. Angreifer können sich mangels privaten Schlüssels nicht als die Person ausgeben, die sie gerade angreifen. Inzwischen können auch zahlreiche Passwort-Manager mit Passkeys umgehen und sie sogar geräteübergreifend nutzbar machen.
(dmk)