Apple Watch vs. Brustgurt: Wie genau ist die Apple-Uhr beim Sport?

Apple betont die Genauigkeit seiner Watch bei der Herzfrequenz. Eine Studie lässt die Uhr unter realen Trainingsbedingungen gegen einen Referenzsensor antreten.

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(Bild: Jorge, stock.adobe.com / heise medien)

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Inhaltsverzeichnis

Unzählige Menschen behalten mit der Apple Watch ihre Gesundheit im Blick – vom Ruhepuls über die Schrittzahl bis hin zur Trainingsaufzeichnung. Sportlern hilft die Analyse der Herzfrequenz, die Belastung zu steuern, Erholungsphasen einzuplanen und gegebenenfalls gesundheitliche Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Die Apple Watch kann die Herzfrequenz nicht in Herznähe messen. Stattdessen erfasst sie mit einem Lichtsensor den Puls am Handgelenk. Optische Pulsmessung am Handgelenk gilt als bequem – aber unter hoher Belastung auch als fehleranfällig.

kurz & knapp
  • Optische Pulsmessung am Handgelenk gilt als anfällig.
  • Eine Fallstudie vergleicht die Apple Watch Series 7 im Ausdauer- und Intervalltraining mit einem Referenz-Brustgurt.
  • Die Analyse zeigt, wie nah die Uhr an medizinisch etablierten Messverfahren bleibt – und wo die Grenzen liegen.

Die Herzfrequenz bezeichnet die Anzahl der Herzschläge pro Minute. Der Puls ist eine Druckwelle, die der einzelne Herzschlag in den Arterien erzeugt und der unter anderem am Handgelenk tast- und messbar ist. Der Puls ist also eine periphere Folge des Herzschlags und daher mit der Herzfrequenz nahezu identisch. Abweichungen können etwa durch Extrasystolen, Herzrhythmusstörungen oder ein stark vermindertes Schlagvolumen entstehen, sind aber selten. Um zu prüfen, ob die optische Pulsmessung die Herzfrequenzmessung ersetzen kann, hat eine Fallstudie die Apple Watch Series 7 im Intervalltraining direkt mit einem Referenz-Brustgurt verglichen.

Um den Puls zu messen, nutzt die Apple Watch die sogenannte Photoplethysmographie (PPG). Das optische Verfahren arbeitet mit Licht und beruht auf folgendem Prinzip: Sauerstoffreiches Blut reflektiert Licht stärker als sauerstoffärmeres. Jeder Herzschlag reichert das Blut mit Sauerstoff an, zwischen den Schlägen nimmt der Gehalt ab. Der Sensor auf der Unterseite der Uhr sendet Licht aus und misst mit Fotodioden, wie viel es davon zurückwirft. Da die LEDs hunderte Male pro Sekunde blinken, lässt sich aus den Schwankungen die Herzfrequenz berechnen.

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