Bolt 7: E-Scooter mit KI-Parkassistent und LC-Display
Der Mobilitätsanbieter Bolt hat eine neue E-Scooter-Generation angekündigt: Der „Bolt 7“ hat unter anderem erweiterte Sicherheits- und Steuerungssysteme.
(Bild: Bolt)
Das estnische Mobilitätsunternehmen Bolt investiert rund 25 Millionen Euro in eine neue Generation seiner E-Scooter zuerst für den deutschen Markt. In den kommenden Wochen sollen rund 20.000 Einheiten des E-Tretrollers „Bolt 7“ in ausgewählten deutschen Städten – zunächst in Berlin und Hamburg – verteilt werden, später auch in weiteren Teilen Europas.
Laut dem Unternehmen wurde das neue Modell „speziell für den langfristigen Einsatz in Städten entwickelt“ und dürfte damit langlebiger als die bisherigen Modelle sein. Konkrete Prognosen über die Lebensdauer gibt Bolt in seiner Ankündigung (per Mail) indes nicht. Ein weiterer Fokus der neuen E-Scooter-Generation liege auf aktiven Sicherheits- und Steuerungssystemen, „die während der Fahrt eingreifen und das Fahrverhalten der Nutzer:innen beeinflussen können“, heißt es.
(Bild:Â Bolt)
Hinsichtlich der Neuerungen der Scooter-Hardware kommt ein in den Lenker integriertes LC-Display zum Einsatz. Dieses soll Navigationshinweise, Geschwindigkeitsinformationen sowie Hinweise zu Park- und Sperrzonen direkt im Sichtfeld der Fahrerinnen und Fahrer anzeigen. Des Weiteren lassen sich darauf auch standortbasierte Sicherheitsmeldungen in Echtzeit ausspielen – etwa „Warnungen vor Gefahrenstellen, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Hinweise zum richtigen Parken“, erklärt Bolt. Überdies helfe das System Nutzern dabei, zur nächstgelegenen verfügbaren Parkfläche zu navigieren, um regelkonformes Abstellen zu erleichtern. Der neue Scooter soll damit unter anderem neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen.
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Bolt 7 lässt sich nicht überall abstellen
Zudem spielt beim Bolt 7 der Aspekt der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum eine Rolle: Das System des Scooters erkenne beispielsweise taktile Leitsysteme für sehbehinderte Menschen und verhindere, dass Nutzer sie auf diesen Flächen abstellen.
Außerdem hat Bolt in der neuen Generation mehrere sicherheitsrelevante Komponenten überarbeitet oder neu eingeführt. So verfüge der Roller laut Unternehmen über eine „viermal stärkere Frontbeleuchtung für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr“, „verbesserte regenerative Bremsen für stabileres Bremsverhalten“, „akustische Warnsignale bei überhöhter Geschwindigkeit“ und „Predictive Traction Control“. Diese soll das Drehmoment automatisch an die Straßenoberfläche anpassen. Ferner verfügt das Modell über eine neue Bauweise, die mehr Stabilität und Wartungsfreundlichkeit biete.
Des Weiteren setzt Bolt im 7er auf digitale Systeme zur Steuerung der Nutzung. Dazu gehöre ein KI-gestützter Parkassistent: Am Ende jeder Fahrt müssen Nutzer ein Foto des abgestellten Scooters hochladen. Das System überprüfe dabei automatisch, ob das Fahrzeug korrekt abgestellt worden sei, und fordere gegebenenfalls zur Korrektur auf, erklärt Bolt.
(afl)