iWork: Apple zwingt zur Nutzung der Creator-Studio-Versionen

Apple will, dass die Nutzer die Abovarianten seiner Office-Apps nutzen. Die reinen Gratisversionen sind aus dem App Store verschwunden.

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Creator-Studio-Icons

Creator-Studio-Icons.

(Bild: Apple)

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Apple räumt im App Store auf: Für macOS werden künftig die über viele Jahre gepflegten Standardversionen von Pages, Keynote und Numbers nicht mehr angeboten. Apple hat die Bestandteile seines Office-Pakets iWork zurückgezogen, bietet dafür nur noch die neuen Varianten an, die das Unternehmen im Rahmen von Creator Studio im Frühjahr eingeführt hatte. Am Funktionsumfang sollte sich nichts ändern, allerdings wird das Kreativ-Abo in den Apps offensiv beworben.

Dass Apple nicht möchte, dass ältere Versionen seiner iWork-Produkte auf dem Mac weiterverwendet werden, deutete sich bereits an: Zwar gab es zuletzt noch Aktualisierungen für diese, doch bei jedem Öffnen von Pages, Numbers oder Keynote kam der Hinweis, dass die Version „veraltet“ sei und man eine „neue Version verwenden“ solle.

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Die neue Version, die (für viele User verwirrend) mit einem neuen Icon und intern neuer Bezeichnung kommt, ist jeweils jene, die zum Abopaket Creator Studio gehört. Zahlt man 12,99 Euro im Monat oder 129 Euro im Jahr, bekommt man verschiedene Zusatzfunktionen wie neue Vorlagen und KI-Möglichkeiten, wobei letztere recht begrenzt sind. Apple betont, keine vorhandenen Funktionen gestrichen zu haben. Es ist aber denkbar, dass zumindest Teile neuer Features in der Zukunft hinter einer Paywall verschwinden. Die iWork-Produkte waren über Jahre komplett kostenlos, solange man ein neues Apple-Gerät erworben hatte. Sie werden dann Teil des jeweiligen Apple-Accounts und über den App Store aktualisiert.

Mit der Änderung macht Apple das Thema iWork nun etwas klarer, indem nur noch jeweils eine App angeboten wird. Allerdings werden die Anwendungen ohne Creator Studio nicht gelöscht, sondern verbleiben auf der SSD. Dafür gibt es aber offenbar keine Updates mehr.

Das Thema „eine App, zwei Programme” betrifft indes auch andere Teile von Creator Studio: Etwa Logic Pro, Final Cut Pro und Pixelmator Pro. Diese kann Apple aber nicht streichen, weil die „alten“ Versionen reine Kaufprogramme sind. Diese bietet Apple neben seinem Abo-Paket nach wie vor an. Ob sich das irgendwann ändert, ist unklar – möglich wäre aber, dass Apple auch hier in Richtung Abo geht. Die iPad-Varianten von Final Cut Pro und Logic Pro gibt es nur im Abonnement.

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(bsc)