Mac: Native App für Gemini, Claude Code parallelisiert
Google und Anthropic rüsten auf dem Mac auf: Gemini kommt erstmals als eigene Anwendung, während Claude Code gleichzeitige Sessions beherrscht.
Gemini-App auf dem Mac.
(Bild: Google)
Seit Längerem schon gibt es native Apps von Claude, Claude Code, Perplexity oder ChatGPT für den Mac. Google mit Gemini fehlte bislang. Das hat der Internetriese nun geändert: In der Nacht zum Donnerstag wurde die erste native App für das KI-System freigegeben. Die Anwendung läuft ab macOS 15 alias Sequoia und kostet nichts, solange man mit einem Gratis-Account zurechtkommt.
Shortcut und generative Modelle
Ähnlich wie ChatGPT oder Claude versucht sich Google mit der Gemini-App für macOS an einer tieferen Integration ins System. Die App ist durch einen Tastaturbefehl zu erreichen, der an die macOS-Systemsuche Spotlight erinnert: Statt Command + Leertaste ist es Option + Leertaste. Ein vollständiges Gemini-Fenster erhält, wer zusätzlich die Umschalttaste drückt. Die App ist zudem via Dock und Menüleiste erreichbar. Wie bei der Konkurrenz lassen sich auch Bildschirminhalte und einzelne Fenster freigeben, damit Gemini diese analysieren kann und „kontextbezogene Hilfe“ bietet, so Google. Integriert sind außerdem generative Modelle für Bilder und Video, also Nano Banana und Veo, die sich „mit einem Klick“ aufrufen lassen sollen. Weitere Google-Werkzeuge wie NotebookLM, aber auch Dateien, Drive und Fotos sind eingebaut, auch wenn letztere drei nicht zur KI-Suite gehören.
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Google hat im Gegensatz zu Perplexity-Computer und anderen Ansätzen wie OpenClaw derzeit noch keine Desktop-Automatisierungen eingebaut. Diese sind aber künftig geplant. „Wir legen den Grundstein für einen wirklich persönlichen, proaktiven und leistungsstarken Desktop-Assistenten – in den kommenden Monaten werden wir Ihnen weitere Informationen dazu mitteilen“, schreibt das Unternehmen. Bestehende Gemini-Accounts von Mobilgeräten können weiterverwendet werden.
Session-Player Claude Code
Neben der Gemini-App für macOS tut sich im Hinblick auf Mac-KI auch etwas beim Google-Konkurrenten Anthropic. Dort hat man nun dem Desktop-Client von Claude Code neue Möglichkeiten verschafft. Er kann nun Sessions parallelisiert anzeigen und abfahren, Terminal-Fenster einblenden, mit verschiedenen Repos interagieren und mehr.
Ein YouTube-Video der neuen Features wirkt anfangs recht chaotisch, da viele Entwickler mit parallelen Sessions arbeiten, ist der neue Funktionsumfang aber willkommen. Dabei gilt es zu beachten, ein ausreichend großes Claude-Paket abonniert zu haben. Die App ist auch für Windows und Linux zu haben, unter macOS und Linux kam nun auch SSH-Support hinzu.
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Siehe auch:
- Google Gemini bei heise download
(bsc)