Ärger mit aktueller NordVPN-App für macOS

User des VPN-Dienstes aus Litauen melden seit dem Upgrade auf Version 10.0 Verbindungs- und Bedienungsprobleme beim Mac-Client. 10.0.4 soll es richten.

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Nutzung von NordVPN (Symbolbild)

Nutzung von NordVPN (Symbolbild): Gerade nicht viel zu grinsen.

(Bild: NordVPN)

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Wer den Mac-Client von NordVPN verwendet, hat unter Umständen derzeit Schwierigkeiten: Zahlreiche Nutzer auf Reddit und anderen Foren melden diverse Fehler nach der großen Aktualisierung auf Version 10 der App. Diese wird unter anderem per Mac App Store vertrieben und ermöglicht die Verwaltung des Dienstes – darüber sucht man etwa aus, welche Technik verwendet werden soll und welche Ausgangs-IP genutzt wird. Nun kommt es vor, dass die Verbindung nicht gehalten wird und sich alle paar Minuten bis Sekunden neu herstellt, hieß es. Probleme gab es auch bei den DNS-Einstellungen und der Kill-Switch-Funktion, die sich zwischenzeitlich nicht deaktivieren ließ. Insgesamt soll die App nur langsam laufen und Bedienschwierigkeiten machen. Nutzer konnten das Problem auch nach mehreren Neustarts nicht beheben.

Weder die Mobil- noch die Windows-Versionen des NordVPN-Clients sollen betroffen sein, mancher Mac-Nutzer sieht die Fehler ebenfalls nicht. Momentan ist noch unklar, woran das liegt – möglicherweise arbeitet die Software je nach verwendetem Betriebssystem, also etwa macOS 15 (Sequoia) oder 26 (Tahoe) anders. NordVPN bestätigte das Problem mittlerweile und teilte mit, dass man ein „langsameres App-Verhalten, Lags bei der Navigation zwischen Eintstellungsbildschirmen und Tabs und eine erhöhte CPU-Last” erkannt hat.

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Es handele sich dabei um ein bekanntes Problem und die Ingenieure seien gerade dabei, eine Lösung „zu identifizieren und zu implementieren”. NordVPN entschuldige sich dafür. Mittlerweile ist klar, wann die Lösung kommt: Bereits im Laufe des heutigen Freitags soll ein Hotfix auf Version 10.0.4 eingespielt werden, aktuell verteilt wird Version 10.0.3. Wer zuvor nicht auf NordVPN 10 aktualisiert hatte, wurde von dem Verhalten verschont.

Hilfreich kann zuvor sein, den Cache der App zu löschen, was allerdings einen Ausflug in Systemordner bedingt – das sollten nur Nutzer machen, die wissen, was sie da tun.

Der Vorfall zeigt, dass es bei VPN-Anbietern nicht immer sinnvoll ist, deren eigene Clients zu verwenden, die zudem teils tief in das System eingreifen. Die meisten Firmen erlauben es parallel auch, den Dienst manuell zu konfigurieren. Das ist bei NordVPN auch so, zumindest wenn man OpenVPN nutzt. Hier lassen sich Konfigurationsdateien herunterladen. Offiziell wird diese Methode für WireGuard nicht unterstützt, allerdings gibt es Anleitungen, um an die Daten zu gelangen.

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(bsc)