Engo3: Smarte Sportbrille mit Display verzichtet auf Kamera, Mikro und KI

Die neue engo3 blendet Leistungswerte direkt ins Sichtfeld ein. Auf Kameras, Mikros und KI verzichtet sie allerdings komplett.

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Smarte Sportbrille mit digitaler Anzeige.

Konkurrenz fĂĽr Metas Oakley-Modelle: Die engo3 projiziert Trainingsdaten direkt in das Sichtfeld.

(Bild: Engo)

Lesezeit: 3 Min.
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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Mit der engo3 bringt der französische Hersteller Engo eine neue Sportbrille für Ausdauertraining auf den Markt, die Leistungsdaten im Blickfeld einblendet. Die Brille richtet sich laut Unternehmen gezielt an den Einsatz im Lauf- und Radsport und ist per Bluetooth 5.4 mit zahlreichen Garmin-Geräten sowie der Apple Watch kompatibel.

Obwohl als „AR Glasses“ beworben, ist die engo3 keine AR-Brille im klassischen Sinn, sondern verfügt lediglich über ein integriertes Display. Es werden also keine virtuellen Objekte in die Umgebung eingebettet, sondern ausschließlich Trainingsdaten eingeblendet. Dazu zählen Werte wie Herzfrequenz, Tempo oder Leistung, die in verschiedenen Farbzonen dargestellt werden – von Grün für den Zielbereich bis Rot bei Abweichungen. Vorherige Engo-Modelle waren noch auf ein monochromes Bild beschränkt.

Die engo3 begleitet Trainingsphasen wie Aufwärmen, Intervalle und Erholung. Ein integrierter Trainingsmodus synchronisiert sich mit geplanten Einheiten aus gekoppelten Apps und zeigt unter anderem Zieltempo, Herzfrequenzbereiche und Countdown-Timer an. Die Anzeige soll sich dabei automatisch an die Umgebungshelligkeit anpassen.

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Über eine Begleit-App lassen sich mehr als 40 Messwerte konfigurieren. Die Oberfläche funktioniert per Drag-and-drop, sodass Nutzer eigene Datenlayouts erstellen können. Ein Doppeltippen am Bügel wechselt zwischen Ansichten, was laut Hersteller auch mit Handschuhen funktionieren soll.

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Fehlsichtige müssen mit der engo3 auf Kontaktlinsen ausweichen. Für eine Brille unter der Brille ist kein Platz, und Gläser mit Sehstärke bietet der Hersteller derzeit nicht an. Ebenfalls nicht dabei: Kameras, Mikrofone, Lautsprecher oder sprachgesteuerte KI-Assistenz. Damit dürfte die engo3 vor allem Nutzer ansprechen, die von KI-gestützten Smart Glasses mit Augen und Ohren eher abgeschreckt werden.

NatĂĽrlich liegt bei einer smarten Sportbrille der Vergleich mit Metas Oakley-Brillen auf der Hand, auch wenn diese bisher ohne Display auskommen mĂĽssen. Statt einer Projektion ins Sichtfeld liefern die bisherigen Oakley-Modelle Audioausgaben ĂĽber integrierte Lautsprecher, bieten aber Funktionen wie Kameraaufnahmen, Musikstreaming und Sprachinteraktion ĂĽber einen KI-Assistenten.

Mit rund 38,5 Gramm und einer angegebenen Akkulaufzeit von 20 Stunden ist die engo3 auf dem Papier deutlich leichter und ausdauernder als Metas Oakley Vanguard (66 g / bis zu 9 Stunden). Geschützt ist sie allerdings nur gegen Schweiß und Spritzwasser (IP55), während die Vanguard auch kurzzeitiges Untertauchen im Wasser aushält (IP67).

Die engo3 ist ab dem 11. Mai 2026 für knapp 350 Euro in den Farben Schwarz, Weiß oder Pink erhältlich. Für 50 Euro Aufpreis gibt es auch eine Photochromic-Version mit selbsttönenden Gläsern, die sich an wechselnde Lichtverhältnisse anpassen. Metas Oakley-Brillen liegen in einem Preisbereich von 440 bis 550 Euro.

(joe)