Smart Concept #2: Rückkehr zum elektrischen Zweisitzer

Das Smart Concept #2, präsentiert als Nachfolger des fortwo, gibt einen Ausblick auf den Elektro-Zweisitzer, der im Herbst das Angebot der Marke erweitern soll.

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Smart #2 Concept

Smart #2 Concept

(Bild: Smart)

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Das smart Concept #2 stellt auf seiner Präsentation in Peking den elektrischen Zweisitzer in Aussicht, der das Angebot der Marke in diesem Jahr von drei auf fünf Elektroauto-Modelle erweitern soll. In den Dimensionen kehrt die Marke, die je zur Hälfte von Mercedes-Benz und Geely betrieben wird, damit zu ihren Anfängen zurück: Das Serienmodell des smart #2 will die Marke im Oktober 2026 auf dem Pariser Autosalon „als Nachfolger des fortwo“ vorstellen und danach zügig in die Autohäuser bringen. Gemeint ist der bis 2024 erhältliche und bereits damals längst nicht mehr zeitgemäße fortwo EQ, den der #2 zumindest in allen Belangen des Antriebs locker in die Tasche stecken wird.

Was Elektroautos kosten

Mit einem Rad an jeder Ecke soll der smart #2 auf nur 2792 mm Gesamtlänge komfortablen Platz für zwei auf dem heute erwarteten Niveau passiver Sicherheit bieten. Unbestreitbarer Vorteil im urbanen Bereich ist nicht nur der geringe Parkraumbedarf, sondern auch sein Wendekreis von lediglich 6,95 m. So, wie man es bereits vom Ur-Smart und seinem extensiv vermarkteten Real-Life-Nachfolger Smart fortwo kennt. Mit dem fortwo EQ teilt er sich den Wendekreis sogar bis auf die zweite Nachkommastelle.

Smart #2 Concept (11 Bilder)

Der Smart #2 wird das Comeback des Zweisitzers als E-Auto (Bild:

Smart

)

Optisch geht der #2 glatt als Nachfolger des fortwo durch, und das Design des Serienmodells dürfte sich bis Herbst nicht deutlich ändern. Wer angesichts der die Geschmacksnerven strapazierenden Kombination von Weiß und Gold an ein Papamobil denkt, darf sich damit trösten, dass es den #2 später wohl auch in anderen Geschmacksrichtungen geben wird. Sie gibt recht klar zu erkennen, dass der Messeauftritt in Peking klar Neureiche, die sich für schön halten, im Fokus hatte. Ein an das Auto gehefteter „Waschzettel“ weist sie als „STYLING BY Mercedes-Benz“ aus.

Für den #2 verspricht Smart eine elektrische Reichweite „von bis zu knapp 300 Kilometern“ und eine DC-Schnellladedauer von „weniger als 20 Minuten“ zwischen 10 und 80 Prozent. Der Smart fortwo EQ erreichte gerade mal 159 Kilometer und konnte mit 4,6 oder, für reichlich Aufpreis, immerhin 22 kW laden. Zudem ist für den #2 von einer Vehicle-To-Load-Funktion (V2L) die Rede. Die Werte sind zwar ausdrücklich noch vor einer endgültigen Festlegung durch den WLTP, dürften aber nah an denen für die kommende Serie liegen. Zellchemie und Fassungsvermögen wurden nicht erwähnt, angesichts der genannten Reichweite kann man von rund 32 kWh ausgehen. Über die Leistung hat Smart ebenfalls noch nichts verlauten lassen.

Was das Auto kosten soll, ist reine Spekulation. Der auf einer vollkommen anderen Architektur basierte fortwo EQ kostete nach deutlichen Preissenkungen zuletzt immer noch rund 18.000 Euro. Deutlich über als 20.000 Euro wollte Smart bei früheren Anfragen für den Nachfolger jedenfalls nicht veranschlagen.

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Bevor Smart Mitte der 90er eine Marke des Mercedes-Universums wurde, waren die zweisitzigen Kleinstwagen als Teil eines innovativen Verkehrskonzepts mit Querparkfähigkeit und Bahn-Verzahnung gedacht – ganz ausdrücklich mit ausschließlichem Elektroantrieb. Immerhin ist Letzterer bei der Marke nach zwei Besitzerwechseln wie auch bei ihren SUV-Modellen durchgehend vorhanden, nachdem Mercedes sich Mitte der 90er nach Übernahme der Marke zunächst ausdrücklich dagegen entschieden hatte. Heute positioniert sich das Joint Venture zwischen Mercedes und Geely mit seinem deutschen Sitz in Leinfelden-Echterdingen als „führender Anbieter von intelligenten Elektrofahrzeugen im Premiumsegment“.

(fpi)