SSD-Nachbrenner: NVMe-Treiber still und heimlich wieder umgestellt
Wer den neuen NVMe-SSD-Treiber in Windows 11 mit Registry-Hack genutzt hat, dĂĽrfte ohne Hinweis wieder den alten Treiber nutzen.
(Bild: c't)
Im vergangenen Dezember hatte Microsoft einen neuen NVMe-Treiber in Windows Server 2025 und Windows 11 ab Version 24H2 mitgeliefert, der eine SATA-Übersetzung einsparte und dadurch Performancegewinne versprach. Mit einem Registry-Hack ließ er sich zum Ausprobieren aktivieren. Inzwischen hat Microsoft die entsprechenden Registry-Einträge jedoch geändert. Wer die Registry-Hacks eingesetzt hat, arbeitet in der Regel inzwischen wieder mit dem alten Treiber.
Kurz vor Weihnachten kamen Hinweise ans Licht, mit denen sich der „SSD-Turbo“ mit der Änderung einiger Registry-Werte einschalten ließ. Dabei ließ sich die Wirksamkeit daran erkennen, dass die SSD dann nicht mehr unter „Laufwerke“ im Geräte-Manager auftaucht, sondern unter „Speichermedien“. Und das fällt inzwischen mehr und mehr Nutzern auf, die zuvor mittels Registry-Hack die Umstellung vollzogen hatten: Die SSD ist wieder unter „Laufwerke“ einsortiert.
Das ist nicht sonderlich verwunderlich. Microsoft will den Treiber lediglich in begrenztem Rahmen testen und erachtet ihn offenbar noch nicht als stabil genug für die Massen. Es ist ratsam, vor einer Umstellung zumindest etwa Bitlocker-Schlüssel zu sichern und zugreifbar zu haben und idealerweise ein Backup der SSDs anzulegen. Vielen ist die Umstellung jedoch nicht aufgefallen – die Geschwindigkeitsgewinne scheinen daher tatsächlich nicht so gravierend zu sein.
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SSD-Nachbrenner: Neuer Workaround
Wer dennoch weiterhin auf eigene Gefahr den neuen NVMe-Treiber nutzen will, kann sich anderweitig behelfen. Mit dem „ViVeTool“ lassen sich einzelne Windows-Funktionen anhand einer Feature-ID an- und abschalten. Eine kurze Suche im Netz fördert dafür die Feature-IDs 60786016 und 48433719 zutage.
Das ViVeTool lässt sich auf den Projektseiten auf GitHub herunterladen. Um nun die Funktionen freizuschalten, müssen Interessierte ein Terminal mit Admin-Rechten starten, etwa durch Anklicken des Startmenüs, der Eingabe von „cmd“ und der Auswahl „Als Administrator ausführen“. Dann müssen Interessierte mittels „cd“ in das Verzeichnis wechseln, in dem das ViVeTool entpackt wurde. Der Aufruf von vivetool /enable /id:60786016,48433719 aktiviert den NVMe-Treiber wieder. Dazu ist dann ein Neustart des Systems nötig.
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(dmk)