Chinesischer Autokonzern will Elektroautofabrik in Spanien bauen

Chinesische Elektroautos werden in Europa beliebter. Aber die EU erhebt Einfuhrzölle. SAIC will seine E-Autos deshalb in Spanien fertigen.

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Elektroauto MG4

Elektroauto MG4

(Bild: MG)

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Chinesische Elektroautos aus Europa: Der staatliche chinesische Autokonzern SAIC Motor Corporation plant den Bau einer Fabrik fĂĽr Elektroautos der Marke MG in Europa. Die Wahl fiel auf Spanien.

Die Entscheidung sei noch nicht finalisiert, berichtet die US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mehrere Quellen mit Insiderwissen. Auch seien wichtige Details wie die Größe und Produktionskapazität der Fabrik, ein Zeitplan sowie die Höhe der Investition noch nicht geklärt.

Ein anderer möglicher Standort neben Spanien hätte Ungarn sein können. Das Land hat sich in den vergangenen Jahren um die Ansiedlung von Elektroauto- und Akkuproduktionsstätten bemüht. So hat etwa der Konzern BYD 2023 beschlossen, seine europäische Fertigung dort aufzubauen.

Grund für die Expansion nach Europa sind die Einfuhrzölle, die die Europäische Union (EU) seit 2024 auf Elektroautos aus China erhebt. Baut der Konzern die Fahrzeuge in der EU, entfallen die Zölle. Anfang dieses Jahres hat die EU allerdings eine Lockerung beschlossen: So werden keine Zölle fällig, wenn sich die Elektroautohersteller verpflichten, Mindestpreise für ihre Fahrzeuge festzusetzen.

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SAIC will vor allem Fahrzeuge der einstigen britischen Marke MG in Spanien bauen. Die elektrischen MG, wie etwa der MG4, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

(wpl)