EU-Strafzölle auf E-Autos: China drängt auf Dialog

Die EU-Zölle auf E-Autos aus China belasten das Verhältnis zwischen Peking und Brüssel. Das chinesische Handelsministerium mahnt jetzt neue Gespräche an.

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Cupra Tavascan

Brüssel hat erstmals seit Inkrafttreten der Zölle den Cupra Tavascan ein in China hergestelltes E-Auto ausgenommen.

(Bild: Cupra)

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Von
  • dpa

Im Streit um EU-Zölle auf chinesische E-Autos hat die Volksrepublik bei einem Treffen mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA) schnellere Verhandlungen mit Chinas Herstellern gefordert. Die getroffenen Preiszusagen zwischen Brüssel und Peking Anfang des Jahres seien eine „weiche Landung“ gewesen, sagte Handelsminister Wang Wentao in der chinesischen Hauptstadt. Das Ergebnis trage den Sorgen der Wirtschaft Rechnung und schaffe ein stabileres sowie besser planbares Umfeld für chinesische E-Auto-Hersteller und ihre Lieferketten in Europa.

Wang hoffe, die EU halte ihre Zusagen zur Gleichbehandlung ein, beschleunige die Verabredung zu Gesprächen mit chinesischen Herstellern und setze die Preiszusagen so schnell wie möglich um, erklärte die Behörde. Beide Seiten sollten ihre Meinungsverschiedenheiten durch Dialog lösen. Peking hoffe, der VDA nutze seine Rolle, um Brüssel dazu zu bewegen, einen fairen Wettbewerb zu respektieren, hieß es.

Der VDA bestätigte das Treffen vom Montag zwischen Präsidentin Hildegard Müller und Wang, nannte auf Nachfrage aber keine weiteren Details. Laut chinesischen Angaben sagte Müller unter anderem, dass die Preisverpflichtungen eine gute Grundlage zur Lösung der Zollproblematik seien. Müller hatte in Peking die noch laufende Automesse Auto China besucht. Die EU erhebt seit 2024 Zölle auf Importe von in China gefertigten Elektroautos. In einer Anti-Subventionsuntersuchung war Brüssel zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass in der Volksrepublik hergestellte E-Autos von unfairen Regierungshilfen profitieren und damit einen marktverzerrenden Preisvorteil in der EU haben. Demnach können Elektroautos aus China normalerweise rund 20 Prozent günstiger angeboten werden als in der EU hergestellte Modelle.

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Im Februar hatte Brüssel dann erstmals seit dem Inkrafttreten der Zölle mit dem Tavascan der zum Volkswagen-Konzern gehörenden Marke Cupra ein in China hergestelltes E-Auto von den Zusatzaufschlägen ausgenommen. Das Gemeinschaftsunternehmen Volkswagen Anhui hatte zuvor laut EU-Angaben einen Mindestpreis akzeptiert.

(fpi)