OWC Express 4M2 Ultra: Thunderbolt-5-Gehäuse für vier SSDs

Das Express 4M2 Ultra nimmt vier M.2-SSDs auf und verbindet sich per Thunderbolt mit einem PC oder Mac.

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Ein SSD-Gehäuse steht neben einem Mac auf einem Schreibtisch

(Bild: OWC)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

OWC legt eine Ultra-Version des SSD-Gehäuses Express 4M2 auf. Auch in das Express 4M2 Ultra passen vier M.2-SSDs mit einer Länge von bis zu 80 mm, was für 32 TByte Datenspeicher reicht. Die Ultra-Version nutzt einen neueren Thunderbolt-5-Controller, sodass die bisherige Übersetzung von USB zu PCI Express 4.0 wegfällt.

Im Gehäuse sitzt Intels Thunderbolt-5-Controller JHL9480 alias Barlow Ridge, der vier PCIe-4.0-Lanes auf vier M.2-Steckplätze verteilt. Das frühere Modell Express 4M2 kam noch mit einem Asmedia-Brückenchip (ASM2464PDX), der die Datensignale von USB4 beziehungsweise Thunderbolt 4 zu PCIe 4.0 x4 übersetzte.

Die Übersetzung war notwendig, da die integrierten PCIe-3.0-Lanes bei USB4 und Thunderbolt 4 nur die halbe Geschwindigkeit schaffen. Erst Thunderbolt 5 und die verwandte, aber bislang seltene USB4-Version 2.0 bringen den Wechsel auf PCIe 4.0.

Da jeder M.2-Steckplatz im Express 4M2 Ultra fest verdrahtet ist, steht den SSDs nur jeweils eine PCIe-4.0-Lane zur Verfügung. Daher können die SSDs jeweils lediglich mit maximal 1,6 GByte/s lesen und schreiben. Erst mit einem RAID-Verbund, der alle SSDs gleichzeitig anspricht, sind laut OWC 6,6 GByte/s drin. An Thunderbolt 4 und USB3 sollte das Gehäuse auch funktionieren, dann aber mit halber Geschwindigkeit.

Die SSDs verteilen sich im OWC Express 4M2 Ultra auf zwei Ebenen.

(Bild: OWC)

Auf einen RAID-Controller verzichtet der Hersteller. RAID-Konfigurationen lassen sich über die eigene Software SoftRAID einrichten, die allerdings extra kostet. Ohne RAID verhalten sich die SSDs wie ein „Haufen Datenträger“ (Just a Bunch of Disks, JBOD).

Das Gehäuse besteht aus Aluminium und wiegt etwa 900 Gramm. Ein 40-mm-Lüfter springt ab 35 Grad Celsius Innentemperatur an. Mit 1600 bis 4000 Umdrehungen pro Minute, je nach Temperatur, könnte sich der Lüfter durchaus bemerkbar machen.

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Über einen Thunderbolt-5-Ausgang lässt sich weitere Peripherie anschließen. Insgesamt sechs Express 4M2 Ultra sollen aneinandergekoppelt funktionieren, was allerdings nur die Kapazität und nicht die Geschwindigkeit erhöht. Alternativ können Interessierte andere USB-Geräte oder eine Dockingstation anschließen.

OWC verlangt für ein Express 4M2 Ultra ohne Software-RAID-Support 400 US-Dollar, was rund 410 Euro inklusive Mehrwertsteuer (in US-Preisen nicht enthalten) entspricht. Software-RAID-Support kostet 150 US-Dollar Aufpreis. Die Auslieferung soll im dritten Quartal 2026 beginnen, also spätestens im September. Das bisherige Express 4M2 ist deutlich günstiger im Handel erhältlich.

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