VW-Rivale BYD mit herbem Gewinneinbruch wegen Rabattschlacht in China
BYD muss wegen der Rabattschlacht und dem Wegfall der Elektroautoprämie in China mit einem Gewinneinbruch um 55 Prozent rechnen, der Umsatz fiel um 12 Prozent.
Elektroauto BYD Atto 2 Boost (Test)
(Bild: Christoph M. Schwarzer / heise Medien)
- dpa
Der große chinesische Elektroautohersteller BYD („Build Your Dreams“) hat im ersten Quartal wegen der Rabattschlacht im Heimatmarkt so wenig Gewinn gemacht wie seit über drei Jahren nicht. Unter dem Strich rutschte der Überschuss um 55 Prozent auf 4,08 Milliarden chinesische Yuan (509 Mio. Euro) ab, wie das Unternehmen mit Sitz in Shenzhen heute mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang in dieser Größenordnung gerechnet. Es ist der vierte Rückgang des Quartalsgewinns in Folge. Der Umsatz schrumpfte um 12 Prozent auf 150,2 Milliarden Yuan. Die Aktie des Volkswagen-Konkurrenten fiel in Hongkong um mehr als zwei Prozent.
Harte Konkurrenz und Wegfall der Förderung
Die harte Konkurrenz von Anbietern wie Geely und Xiaomi sorgt in der Volksrepublik für sinkende Verkaufspreise, BYD muss mehr und mehr Rabatte einräumen. Zudem rutscht der Absatz von Elektroautos in China derzeit ab, weil die Regierung die Förderung zusammengestrichen hat.
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Im ersten Quartal verkaufte BYD rund 700.000 Fahrzeuge und damit 30 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Mit der Flaute in China in den ersten Jahresmonaten verlegt sich der Anbieter mehr und mehr auf den Export, im ersten Quartal zogen die Verkäufe außerhalb Chinas um über die Hälfte an.
(fpi)