Datev: Anwendungen seit Dienstagmittag gestört

Die Datev weist auf ihrer Webseite auf eine Störung der Datev-Anwendungen hin. Die dauern seit den Mittagsstunden an, Lösung ist in Sicht.

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Störungsmeldung auf der Datev-Webseite

(Bild: heise medien)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

„Störung der DATEV-Anwendungen“ schreibt die Datev auf ihrer Webseite – und auch Leserhinweise bestätigen, dass es am heutigen Dienstag zu Störungen bei dem IT-Dienstleister gekommen ist. Was für Störungen das genau sind und wie die sich bei den Kunden auswirken, erörtert das Unternehmen jedoch nicht.

In einem Thread der Datev-Community informiert ein Mitarbeiter seit etwa 13 Uhr heute Mittag über den Verlauf der Störung. Bis 14:55 Uhr lief demnach die Ursachenforschung, ab 15:30 Uhr konnte das Problem anscheinend eingegrenzt werden. Um 16:30 Uhr folgte die Nachricht, dass die Behebung noch andauern werde. Erste Lichtblicke gibt es jedoch seit 17:30 Uhr: „Der Knoten im RZ scheint sich zu lösen und die Anwendungen laufen wieder an“, meldet der Datev-Mitarbeiter dort. Gegen 18:45 Uhr soll es ein weiteres Status-Update geben.

Etwaige Detailinformationen, was die Störung ausgelöst hat oder was genau alles gestört war, bleiben derzeit Mangelware. Ob es einen IT-Angriff gegeben hat oder lediglich Konfigurations-, Hardware- oder Softwarefehler vorliegen, bleibt derzeit unklar.

Die Datev stellt auch eine Webseite mit Statusinformationen des Rechenzentrums bereit. Dort findet sich der Hinweis, dass von 262 Diensten 260 normal laufen. Die beiden gestörten Dienste sind demnach Datev SmartTransfer, das seit 10:51 Uhr keine Dokumente mehr verarbeitet. Bei der Finanzbuchführung weist die „Automatisierungsservices Aktivierung/Deaktivierung“ seit 14:57 Uhr eine nicht näher erläuterte Störung auf.

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Zuletzt kam es im Januar zu größeren Störungen bei der Datev. Ein mangelhafter Reparaturversuch im Lodas-System hat zur Fehlzustellung sensibler Mandantendaten bei der Datev geführt. Große Unternehmen führen auf den Systemen zunächst Probeabrechnungen aus, die dann an die Absender zurückgeliefert werden. Dabei kam es zu einem Rückstau, die Techniker reparierten – und erzeugten einen handfesten Datenschutzvorfall. Nach dem Fix lieferten die Systeme die Dokumente nicht an die rechtmäßigen Auftraggeber zurück, sondern wahllos an fremde Mandanten aus.

(dmk)