macOS 26: Entwickler bekommen unerwünschte Menü-Icons aufgedrückt

In Tahoe hat Apple damit begonnen, Icons neben Menüeinträgen zu platzieren. Das Problem: Nicht selten passen sie nicht wirklich.

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Beispiele für neue Icons

Beispiele für neue Icons: Klein und ziemlich willkürlich.

(Bild: Rogue Amoeba Software)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Wer unter macOS 26 alias Tahoe die Menüs von Apps öffnet, sieht es sofort: Diverse Einträge sind nun mit kleinen Icons versehen, die, so hofft es zumindest augenscheinlich Apple, schneller zum passenden Eintrag führen sollen. Das Problem: Der Konzern hat das Feature in Form eines Automatismus umgesetzt, der keineswegs konsistent ist. Hinzu kommt, dass viele Entwickler ihre eigenen Vorstellungen passender Icons haben – oder diese gar nicht wollen. Teilweise sind Nutzer auch schlicht verwirrt angesichts der neuen Symbolbildflut.

Ein Beispiel sind die Macher hinter Audioprogrammen wie Audio Hijack, SoundSource oder Airfoil: Das Team von Rogue Amoeba kämpft laut eigenen Angaben schon seit Monaten mit der neuen Zwangs-Iconifizierung. Apples Idee widerspreche langjährigen Traditionen seiner einst quasi heiligen Human Interface Guidelines (HIG), meinen die Entwickler. Die HIG rät unter anderem, „verwirrende Symboile” in Menüs schlicht zu unterlassen. Fehlende Konsistenz der Icons (sowie Vergleiche mit Windows) legt auch eine sehenswerte Sammlung des Entwicklers Nikita Prokopov dar.

Rogue Amoeba hält Icons in Menüs nicht grundsätzlich für schlecht. Allerdings habe Apple die Umsetzung nicht gut hinbekommen. So seien die Icons sehr klein und monochrom. Selbst bei Retina-Bildschirmen ließen sich diese kaum unterscheiden. „Die Implementierung ist einfach nicht gut.” Dutzende Icons seien nun in den Rogue-Amoeba-Apps zu finden, die man so nicht gewollt habe.

Auch erkennt Apples Automatismus Dinge nur schwer. So bekommt „Export Session” ein Upload-Icon,„Export Set” aber nicht. „Import Session” oder „Import Set” haben gar keine Icons. Zum Glück verbreiten sich mittlerweile Tricks, wie man die Icons wieder loswerden kann. Sie sind in Rogue-Amoeba-Apps bereits umgesetzt.

Unklar bleibt, ob Apple den sehr simplen Code womöglich künftig unterdrückt, um eine Konsistenz im Betriebssystem zu erzielen, die viele Nutzer gar nicht wollen. Rogue Amoeba überlässt es übrigens seiner Kundschaft selbst, ob sie die System-Icons in den Menüs wollen oder nicht: Über ein Debugging-Menü lassen sie sich auch wieder aktivieren, wenn man unbedingt möchte.

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(bsc)