XChat: Neue Standalone-Chat-App von X fĂĽr iOS und iPadOS
Der Kurznachrichtendienst X hat seine Chat-Funktion in eine eigene App gepackt. Das Unternehmen verspricht Ende-zu-Ende-VerschlĂĽsselung.
XChat-Icon auf einem iPhone.
(Bild: X)
X, vormals Twitter, hat seine Chat- beziehungsweise Direktnachrichtenfunktion (auch als DMs für „Direct Messages“ bekannt) in eine eigene App für iPhone und iPad ausgelagert. Die neue App namens XChat steht im App Store zum Download bereit, eine Android-Variante fehlt bislang. X verspricht Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, allerdings sind die Keys auf Servern des Unternehmens abgelegt und Forward Secrecy fehlt. Immerhin: Der Key soll über eine nur auf dem Gerät gespeicherte PIN entsperrt werden. Laut Angaben des Unternehmens setzt man auf das Juicebox-Protokoll, um den Abgleich zwischen verschiedenen Geräten zu ermöglichen. Serverseitig soll der Schlüssel dabei an drei Stellen in Teilen abgelegt werden, zwei davon haben Hardware-Sicherheitsmodule, so X.
Alle X-Nutzer zu erreichen
Mindestvoraussetzung für XChat sind iOS 26 und iPadOS 26. Kommunizieren können soll man über die App mit jedem X-User. Tests liefen als eingeschränkte Beta bereits seit vergangenem Jahr. Laut dem leitenden Designer von X, Benji Taylor, hat der Dienst, der Tesla-Gründer Elon Musk gehört, Großes vor: XChat sei „nur der Anfang dessen, was wir für Messaging bauen“. Das heißt: Offenbar will X Diensten wie Signal oder gar WhatsApp Konkurrenz machen.
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Die App war anfangs nur im US-amerikanischen App Store erhältlich, mittlerweile ist aber auch ein Download in Deutschland möglich. Aktuell gibt es verschiedene Standardfunktionen wie Hell- und Dunkel-Modus, die Einrichtung von Nachrichtenberechtigungen, verschiedene App-Icons und mehr. Reklame und Tracking will X laut eigenen Angaben unterlassen. Auf Klick ist ein Wechsel in die Haupt-App von X möglich.
Nicht die erste Chat-Möglichkeit
Vor seiner Umbenennung in X bot Twitter im Jahr 2023 bereits einmal verschlüsselte Direktnachrichten an. Im Mai 2025 wurde diese Möglichkeit zurückgezogen, damals schon mit Hinweis auf bevorstehende Verbesserungen. Unabhängige Analysen müssen nun zeigen, wie sicher die gewählte Protokollform ist.
Angeschrieben werden kann, wer dem Absender folgt oder ihn abonniert hat, dem Absender zuvor eine Nachricht gesendet oder zuvor eine verschlüsselte Chat-Nachricht vom Absender angenommen hat. Es ist auch möglich, unverschlüsselte Nachrichten zu senden.
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(bsc)