Bericht zur Vision Pro: Keine Einstellung, aber kaum noch Arbeit bei Apple?

Apples VR-Brille gilt als Flop: Aufgrund von Preis und Bauform wurden angeblich weniger als eine Million Einheiten verkauft. Es gibt mehrere Zukunftsszenarien.

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Nutzung der Vision Pro

Nutzung der Vision Pro: Projekt (fast) beerdigt?

(Bild: Apple)

Lesezeit: 2 Min.

Wie geht es weiter mit der Vision Pro? Nachdem Apple sein Headset zuletzt im vergangenen Jahr – und für viele Beobachter überraschend – auf den Prozessorstand M5 gebracht hat, fragt sich die Szene, ob es in absehbarer Zeit eine dritte Variante geben wird. An der vielfach ungeliebten Bauform (zu schwer, Akkupack hängt am Kabel) und am Preis hat Apple bislang (fast) nichts geändert, allein ein etwas besseres Kopfband wird mitgeliefert. Nun heißt es in einem neuen Bericht, dass Apple die Ressourcen für weitere Vision-Modelle intern verknappt hat.

Wie Macrumors unter Berufung auf informierte Kreise schreibt, habe Apple das Gerät „so gut wie aufgegeben, nachdem das M5-Modell das Interesse an dem Gerät nicht wiederbeleben konnte”. Offenbar sei die Arbeit an der Vision Pro eingestellt und das Vision-Pro-Team selbst auf andere Teams aufgeteilt worden, so der Bericht. So ist Mike Rockwell, der als einer der Erfinder der Technik gilt, schon seit dem Frühjahr 2025 für Siri verantwortlich.

Eigentlich soll Apple geplant haben, mehrere Vision-Varianten auf den Markt zu bringen. Dazu gehörte eine billigere und eine leichtere Variante (oder gar beides). Momentan gebe es aber keine Pläne für ein neues Modell. Allerdings wird die Vision Pro auch nicht eingestellt, das M5-Modell befindet sich weiter im Verkauf. Interessierte sind jedoch nach wie vor gezwungen, zum Originalpreis bei Apple zu kaufen, denn in den Einzelhandel gelang die Vision Pro nie. Etwaige Schnäppchen sind nur über den Gebrauchtmarkt möglich.

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Apple soll intern weiter an Smartglasses arbeiten. Dies war auch die ursprüngliche Idee: Die Vision Pro sollte den Startpunkt eines ganzen „Spatial Computing”-Ökosystems bilden. Nun wird Apple aber wohl zunächst eine smarte Brille ohne Bildschirm im Meta-Ray-Ban-Stil (mit Kameras und Gestensteuerung) umsetzen, da die notwendige Bildschirmtechnik für echte Smartglasses noch zu teuer und zu schwer ist. Immerhin kann der Konzern die Plattform weiter nutzen – visionOS gilt als ausgereift.

Die Idee, die Umwelt mit Computerdaten zu überlagern, scheint Apple noch nicht aufgegeben zu haben. Augmented Reality, das Apple als Spatial Computing bewirbt, könnte eines Tages Smartphones ersetzen. Doch bis dahin dürfte noch einige Zeit ins Land gehen. Interessanterweise imitieren Konkurrenten wie Samsung indes weiter Apple – Android XR hat Brillenableger, die zur Vision Pro ähnlich sind.

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(bsc)