Vimeo-Datenleck: 119.000 E-Mail-Adressen betroffen

Die Cybergang ShinyHunters hat Daten von Vimeo bei Anodot gestohlen und ins Darknet gestellt. Nun hat Have-I-Been-Pwned sie aufgenommen.

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Ausschnitt einer hellgrauen Computertastatur bei der die rechte Feststelltaste durch eine grĂĽne Taste mit Aufschrift "Leak" ausgetauscht ist

(Bild: CarpathianPrince/Shutterstock.com)

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Vergangene Woche hat die Cybergang ShinyHunters Daten vom Video-Dienst Vimeo ins Darknet gestellt, nachdem Vimeo offenbar kein Lösegeld dafür gezahlt hat. Jetzt hat das Have-I-Been-Pwned-Projekt sie aufgenommen: Rund 119.000 E-Mail-Adressen sind betroffen.

Vimeo hat bereits einen Datenabfluss eingeräumt. Der Anbieter hat demnach Kenntnis vom Einbruch beim Analysedienstleister Anodot. Unbefugte haben demnach auf bestimmte Vimeo-User- und -Kundendaten zugegriffen. Den Untersuchungen zufolge enthalten die Datenbanken im Wesentlichen technische Daten, Video-Titel und Metadaten sowie in einigen Fällen E-Mail-Adressen von Kunden. Es seien jedoch keine Vimeo-Videoinhalte, gültige Zugangsdaten von Nutzern oder Zahlungsinformationen darunter.

Betreiber Troy Hunt vom Have-I-Been-Pwned-Projekt (HIBP) hat nun die Daten mit einem Umfang von hunderten GByte erhalten und in die durchsuchbare Datenbank integriert. Die wuchs dadurch um 119.200 neue Einträge von E-Mail-Adressen an. Die Daten enthalten zudem neben der E-Mail-Adresse in einigen Fällen auch die Namen von Vimeo-Nutzern und -Nutzerinnen. Hauptsächlich besteht der Datenfundus demnach aber aus nicht weiter verwertbaren Videotiteln, technischen Daten und Metadaten.

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Bösartige Akteure können jedoch die Daten wie E-Mail-Adressen und Namen für gezieltes und glaubwürdigeres Phishing missbrauchen – über die Inhaber ist immerhin bekannt, dass sie bei Vimeo registriert sind und dort etwa Videos schauen. Wer als Vimeo-Nutzer E-Mails mit diesbezüglichen Themen und Betreffs erhält, sollte daher aufmerksam bleiben und prüfen, ob die E-Mail tatsächlich echt sein kann.

Große Datenmengen, die die Cyberbande ShinyHunters gestohlen hat, landen öfter im HIBP-Fundus. Ende Februar kamen etwa Daten von 12,5 Millionen CarGurus-Kunden und -Kundinnen hinzu.

(dmk)