Apple-Tochter Claris: FileMaker soll agentisch werden

Wie geht es weiter bei FileMaker? Die Macher der Datenbanklösung setzen demnächst voll auf KI. Apple-Tochter Claris will sich gegenüber Coding-Agenten öffnen.

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FIleMaker von Claris

FIleMaker von Claris: Die Datenbankumgebung samt vieler Programmierfeatures gibt es seit Jahrzehnten.

(Bild: Claris)

Lesezeit: 2 Min.

Datenbanken und Anwendungen entwickeln, ohne wirklich zu programmieren: Die FileMaker-Suite der Apple-Tochter Claris kann das seit mittlerweile über 40 Jahren. Nach dem Einbau diverser KI-Funktionen in der aktuellen Version 2025 versprechen die Macher nun, auf den agentischen Coding-Zug aufzuspringen. Demnach wird es nach Erscheinen von FileMaker 2026 im Sommer eine entsprechende Entwickler-Vorschau „unserer agentischen Programmierfunktionalität“ geben, heißt es in einem Blog-Eintrag von Firmenchef Ryan McCann.

Dabei soll es keinen Zwang zur Verwendung bestimmter Coding-Agenten geben. Wie genau das bewerkstelligt wird, verriet Claris allerdings nicht. „Sie wählen das KI-Programmierwerkzeug, das Sie bevorzugen. Sie beschreiben, was Sie benötigen“, so McCann. Das Ergebnis soll dann direkt im Rahmen einer FileMaker-Lösung bereitgestellt werden, dabei aber auf die vom Nutzer vorgegebenen Sicherheits- und Berechtigungseinstellungen achten. Man wolle FileMaker zu einer „erstklassigen Zielumgebung für Entwickler innerhalb agentischer Programmierwerkzeuge“ machen.

Heraus kommt dann eine Web-native Benutzeroberfläche, die in FileMaker gerendert wird. KI-Agenten sollen demnach die Strukturen von FileMaker-Dateien sowie die Scripting-Sprache verstehen. „Beschreiben Sie die benötigte Logik, und [der KI-Agent] schreibt Scripts in Produktionsqualität direkt in Ihre Lösung.“

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Claris kündigte weiterhin an, über die Entwicklervorschauen regelmäßig neue Features anbieten zu wollen – unabhängig von den bisherigen FileMaker-Release-Zyklen. McCann will dabei „frühe Einblicke“ gewähren, auch während noch an der Technik geschraubt wird. Claris will dabei augenscheinlich mehr Transparenz wagen.

Ob FileMaker dann so stabil bleibt wie gewohnt, wird sich zeigen. Unklar bleibt auch, wie genau Claris KI-Agenten die Programmierung der Datenbank beibringt und welche Coding-Agenten tatsächlich unterstützt werden. Apple hatte zuletzt die eigene Entwicklungsumgebung Xcode in diversen Bereichen für die Technik geöffnet, einen eigenen Coding-Agenten aber zurückgestellt. Wer sich für FileMaker interessiert, findet auf der Website eine Testversion. Nutzbar ist es neben macOS auch unter Windows, serverseitig sogar unter Ubuntu.

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(bsc)