Spezielle TÜV-Untersuchung für Elektroautos geplant

Die für Pkw mit Verbrennungsmotor konzipierte Hauptuntersuchung (HU) muss für Elektrofahrzeuge angepasst werden. Die Bundesanstalt für Straßenwesen lässt derzeit untersuchen, wie künftig etwa die Sicherheit von Hochvolt-Komponenten geprüft werden soll.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Die Autofahrern sattsam bekannten "TÜV-Untersuchungen" passen in der gewohnten Form nicht so recht zu Elektrofahrzeugen. Zwar bestehen Lenkung und Bremsen aus den gleichen Teilen wie beim Pkw mit Verbrennungsmotor – doch die Abgasuntersuchung fällt flach. Dafür rücken Fragen der elektrischen Sicherheit in den Vordergrund.

Daher hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) die Entwicklung eigener Prüfpunkte bei der Hauptuntersuchung (HU) für E-Fahrzeuge in Auftrag gegeben. So soll das Sicherheitsniveau von Elektro- und Hybridfahrzeugen über das gesamte Fahrzeugleben erhalten bleiben, auch wenn diese im Straßenverkehr weiterhin Exotenstatus besitzen.

Das besondere Augenmerk der Prüfer gilt Stromspeicher und Leistungselektronik. Die Dresdner Fahrzeugsystemdaten GmbH (FSD) nennt die Hochvolt-Komponenten bei Elektro- und Hybridfahrzeugen, also Batterie, Elektromotor, Spannungswandler, Hochvoltkabel und -stecker, Ladeanschluss sowie die häufig vorhandene elektrische Heizung. In ihnen treten hohe Spannungen und Stromstärken auf, die zur Gefahr werden können – auch für die Sachverständigen, während sie die HU durchführen.

Um möglichst früh beurteilen zu können, wie die Prüfvorschriften bei der Hauptuntersuchung speziell für Elektro- und Hybridfahrzeuge angepasst werden müssen, hat das BASt eine Studie aufgesetzt. Das Projekt wird unter Federführung der FSD mit Sitz in Dresden von verschiedenen Prüforganisationen umgesetzt. Insgesamt 5000 Fahrzeuge sollen noch bis Januar 2013 bundesweit untersucht werden.

Weitere Informationen zum Thema bietet der Beitrag Spannende Forschung auf heise Autos. (fpi) (ssu)