Apple verspricht Transportwegverschlüsselung für iCloud-Mail

Der E-Mail-Austausch zwischen iCloud-Konten läuft schon länger gesichert ab. Nun verspricht Apple, Transportwegverschlüsselung bald auch für externe Mailanbieter zu unterstützen.

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Von
  • Benjamin Kraft

In einer Reaktion auf einen kürzlich vom unabhängigen amerikanischem Sendernetzwerk NPR veröffentlichten Beitrag zum Thema Verschlüsselung und E-Mail-Sicherheit hat Apple versprochen, „bald“ bei iCloud-Mailkonten konsequente Transportwegverschlüsselung zu gewährleisten. Diese ist bislang nur beim Austausch zwischen iCloud-Konten untereinander implementiert, also bei Email-Adressen, die auf me.com, mac.com und icloud.com enden. Zukünftig sollen aber auch Mails, die iCloud-Nutzer an andere Anbieter senden oder von dort empfangen, auf dem Transportweg verschlüsselt werden.

Die Internetseite des Online-Speicherdienstes iCloud von Apple.

(Bild: dpa, Armin Weigel/Symbolbild)

Das ist kein triviales Unterfangen, denn beide Seiten müssen die Transportwegverschlüsselung unterstützen. Die Zusammenarbeit mit größeren Mail-Diensten wie Google, Yahoo und Microsoft dürfte vergleichsweise einfach sein, zumal beispielsweise Google mit neuen Ideen zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ebenfalls die Verbesserung der E-Mail-Sicherheit vorantreibt. Bei kleineren Mailanbietern dürfte sich die Umsetzung des Versprechens vermutlich allein schon aufgrund der großen Anzahl schwieriger gestalten. Bei anderen Diensten wie dem Chat-Client iMessage und seinem Videotelefonie-Gegenstück FaceTime hat Apple bereits eine durchgehende Verschlüsselung umgesetzt. heise security hatte bereits im Februar bemängelt, dass iCloud-Emails teils im Klartext verschickt werden. (bkr)