MacBook Pro und MacBook Air mit M1-Chip: Nutzer berichten über Risse im Display

Einige Besitzer der neuen Apple-Silicon-Maschinen melden Probleme: In Foren heißt es, die Bildschirme könnten brechen, wenn man das Gerät auf- oder zuklappt.

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Mac-Computer

Die neuen M1-Macs. Der Mac mini (rechts) ist mangels Display natürlich nicht betroffen.

(Bild: dpa, Apple/PA Media/dpa)

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Einige Käufer der im vergangenen Herbst erschienenen neuen Apple-Silicon-MacBooks berichten über abrupt auftretende Hardware-Defekte an den Geräten. Dabei kommt es zu unschönen Sprüngen und Rissen im Bildschirmglas. Diese entstehen offenbar, während das Notebook auf- oder zugeklappt wird – manchmal reiche auch nur das Anpassen des Display-Winkels. Betroffen sollen sowohl das MacBook Air M1 als auch das MacBook Pro M1 sein; teilweise trat das Problem erst ein halbes Jahr nach dem Kauf auf.

Aktuell ist unklar, wie oft der Schaden auftritt. Ein entsprechender Thread im offiziellen Apple-Support-Forum ist aktuell sechs Seiten lang. Darin heißt es unter anderem, die Risse reichten von sehr kleinen bis hin zu größeren; den meisten ist gemein, das sie die Funktion des Displays negativ beeinflussen. So werden zum Teil nur noch Streifen gezeigt oder der gesamte Bildschirm wird schwarz. Ein betroffener Nutzer berichtet, er habe Ende Juli sein MacBook geschlossen, um den Hund auszuführen. Als die Person zurückgekommen war, öffnete sie den Rechner und sah den Riss. "Das war sehr verwirrend, weil ich nicht verstehen konnte, wie das passiert ist."

Apple selbst scheint sich aktuell wenig kulant zu geben, heißt es weiter. In vielen Fällen geben die Mitarbeiter im Support oder an der Genius Bar die Information, der Nutzer müsse etwas zwischen Bildschirm und Display eingeklemmt haben. Teilweise werden die Risse als "Kontaktsprung" bezeichnet, dabei soll ein Fremdstoff von der Größe eines Reiskorns ausreichen, um den Schirm zu beschädigen. Auch Druck auf das Display könne dafür ausreichen. Die Betroffenen teilen jedoch zumeist mit, dass ihnen derartiges nicht aufgefallen sei.

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Die Kosten für einen Bildschirmtausch außerhalb der Gewährleistung können bei MacBooks hoch sein. Apple verlangte bei den Betroffenen 450 Euro und mehr. Manchmal gab sich Apple aber auch kulant und reparierte den Schirm. Es gibt Spekulationen, dass der Rahmen der Maschinen womöglich zu schwach ist und es zu einer Biegung des Display-Glases beim Öffnen und Schließen kommen kann. Apple hatte den Formfaktor seiner Maschinen bei den M1-Modellen allerdings nicht verändert, MacBook Pro und MacBook Air unterscheiden sich optisch nicht von den Intel-Varianten. Es ist unklar, ob es Veränderungen am Innenleben der Bildschirme gab.

(bsc)