Beweismittel im Fall Pistorius: Polizei bittet Apple um Hilfe
Südafrikanischen Polizisten gelang es einem Medienbericht zufolge nicht, ein mit Passcode geschütztes iPhone des Sportlers zu entsperren, der des Mordes verdächtigt wird.
(Bild:Â Erik van Leeuwen / Wikipedia / GNU-FDL)
Im Mordprozess gegen "Blade Runner" Oscar Pistorius spielt auch ein Apple-Smartphone eine Rolle. Das iPhone 5 des Sportlers, eines von mehreren Geräten aus seinem Besitz, soll der Anklage zufolge wichtige Hinweise wie SMS und WhatsApp-Nachrichten enthalten.
Allein: Den zuständigen Polizisten gelang es bislang nicht, das mit einem Code gesicherte Gerät zu entsperren. Wie die International Business Times meldet, soll nun angeblich Apple selbst helfen – ob das überhaupt möglich ist, blieb zunächst unklar. Dem Bericht zufolge flogen die südafrikanischen Detektive nach Kalifornien, um sich mit Cupertinos Experten zu treffen.
Viel Zeit ist dafĂĽr nicht: Der Prozess soll bereits am Montag in Johannesburg beginnen. Zuvor soll die sĂĽdafrikanische Polizei monatelang versucht haben, auf das Handy zuzugreifen. Pistorius gab selbst an, den notwendigen Passcode vergessen zu haben. Eine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen FBI soll bislang nicht zustande gekommen sein, meldete Eyewitness News.
Das iPhone 5 des Sportlers, dem die Ankläger vorwerfen, seine Freundin bewusst erschossen zu haben, war in am Tatort gefunden worden. Es ist nur mit einem vierstelligen Passcode gesichert. Pistorius weist die Vorwürfe zurück. Er habe seine Freundin für einen Einbrecher gehalten. (bsc)