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FON reagiert auf Kritik an anonymen Probe-ZugÀngen

Reiko Kaps

Der WLAN-Community-Betreiber FON will nach Beschwerden deutscher FON- Mitglieder in den nĂ€chsten Wochen eine zusĂ€tzliche SMS- Authentifizierung fĂŒr Nutzer der kostenlosen SchnupperzugĂ€nge einfĂŒhren.

Der WLAN-Community-Betreiber FON hat auf die Beschwerden deutscher FON- Mitglieder reagiert und will in den nĂ€chsten Wochen eine zusĂ€tzliche SMS-Authentifizierung fĂŒr Nutzer der kostenlosen SchnupperzugĂ€nge einfĂŒhren. In einem Posting [1] im hauseigenen Blog schreibt das Unternehmen, dass es die Kritik [2] der FON-Benutzer vernommen habe und an einer Ausweitung der IdentitĂ€tsprĂŒfung fĂŒr die Nutzer der kostenlosen SchnupperzugĂ€nge (Wifi Ads) arbeite.

Kunden von FON hatten sich ĂŒber eine SicherheitslĂŒcke bei den kostenlosen SchnupperzugĂ€ngen beschwert, die der Online-Dienst anbietet. Um Neukunden möglichst ohne große HĂŒrden anwerben zu können, verzichte der Betreiber auf eine ÜberprĂŒfung der E-Mail-Adressen und Nutzerdaten bei der Einrichtung eines kostenlosen Probe-Accounts. Mit diesem kann man 15 Minuten im Web-Surfen, entweder ĂŒber öffentliche Hotspots oder ĂŒber die Fonera-WLAN-Router der privaten Mitglieder der FON-Community. Diese befĂŒrchten, dass Kriminelle ĂŒber ihren Fonera-Zugang anonym Straftaten im Internet begehen könnten, fĂŒr die sie als private Betreiber des WLAN-Zugangs belangt werden könnten.

Die vorhandenen Sicherungssysteme hĂ€tten zwar bislang keine RegelverstĂ¶ĂŸe oder einen Missbrauch des Werbeangebots festgestellt, doch werde FON in den kommenden Wochen eine zusĂ€tzliche Authentifizierung der Nutzer per SMS [3] einfĂŒhren, heißt es beim FON-Betreiber nun. Außerdem verweist die Firma auf die deutsche Rechtslage, die nach Meinung des Unternehmens "alles andere als klar" sei: So gebe es bis auf ein viel diskutiertes Urteil [4] in Deutschland keine Gesetze, welche vorschreiben, ob und wie ein WLAN [5] geschĂŒtzt werden mĂŒsse. Außerdem wĂŒrde der FON-Router den Anforderungen des Urteils entsprechen: Das private WLAN sei per WPA [6] verschlĂŒsselt, Benutzer des FON-Hotspots [7] mĂŒssen sich anmelden, und die AktivitĂ€ten von GĂ€sten schreibe die Router-Software in der so genannten Userzone mit. (rek [8])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-147341

Links in diesem Artikel:
[1] http://blog.fon.com/de/archive/foneros/fonposition-zu-wifi-ads.html
[2] https://www.heise.de/news/FON-Nutzer-kritisieren-anonyme-Probe-Zugaenge-143311.html
[3] http://www.heise.de/glossar/entry/Short-Message-Service-396643.html
[4] https://www.heise.de/news/Unverschluesseltes-WLAN-hat-Folgen-160506.html
[5] http://www.heise.de/glossar/entry/Wireless-Local-Area-Network-395526.html
[6] http://www.heise.de/glossar/entry/WiFi-Protected-Access-397159.html
[7] http://www.heise.de/glossar/entry/Hotspot-394685.html
[8] mailto:rek@ct.de