Risse in MacBook-Bildschirmen: US-Nutzer reichen Sammelklage gegen Apple ein

Wegen Streifen und Rissen auf den Bildschirmen ihrer M1-MacBooks ziehen zwei Kunden vor Gericht. Sie werfen Apple vor, das Problem zu verbergen.

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MacBook M1

(Bild: Nanain/Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.

MacBook aufgeklappt – Display kaputt: In den USA haben zwei Apple-Kunden eine Sammelklage gegen den Hersteller angestrengt, nachdem auf den Bildschirmen ihrer relativ neuen MacBooks mit Apples M1-Chip schwarze Streifen und Risse auftauchten. Die Schäden seien plötzlich nach dem Aufklappen eines MacBook Air sowie eines MacBook Pro erschienen – im Rahmen einer ganz normalen Nutzung, schreiben die Kläger und verweisen auf ähnliche Berichte anderer MacBook-Nutzer.

Obwohl sich die beiden MacBooks noch in der einjährigen Garantiezeit befanden, habe Apple eine kostenlose Reparatur oder einen Umtausch unter Verweis auf eine unsachgemäße Verwendung respektive eine unfallbedingte Beschädigung abgelehnt. Den Klägern wurde angeboten, das Retina-Display auf eigene Kosten zwischen rund 400 und 600 US-Dollar tauschen zu lassen, heißt es in der Klageschrift (Aktenzeichen 5:21-cv-07112, United States District Court, Northern District of California).

Sie werfen Apple nun den Verstoß gegen kalifornisches Verbraucherrecht und irreführende Werbung vor: Der Konzern verberge den Defekt und bewerbe die Bildschirme und die Langlebigkeit der Notebooks. Durch Rückläufer und Reparaturdaten müsse der Hersteller die Display-Probleme kennen.

Gefordert wird eine Beseitigung des Problems und Schadenersatz – für alle US-Besitzers eines MacBooks mit M1-Chip. Berichte über plötzliche Display-Risse gibt es auch von Nutzern älterer MacBooks, die direkten Intel-Vorgänger von MacBook Air und Pro stecken im gleichen Gehäuse-Design.

In einem Support-Dokument hat Apple seine Warnung vor Beschädigungen der MacBook-Displays zuletzt erweitert: Man dürfe keinerlei Material zwischen Tastatur und Bildschirm bringen, schreibt Apple, sonst könne es zu Schäden kommen. Direkt werden dabei unter anderem Handballenauflagen, Tastenkappen und neuerdings auch Kameraabdeckungen genannt. Für das dünne Design der Notebooks "ist der Abstand zwischen Display und Obergehäuse mit sehr engen Toleranzen entwickelt worden", erklärt der Hersteller.

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(lbe)