Sechster Samsung-Manager gesteht Preisabsprachen ein
Samsungs ehemaliger stellvertretender Marketing-Chef ist bereit, fĂŒr 14 Monate ins GefĂ€ngnis zu gehen.
Im Verfahren um illegale Preisabsprachen zwischen DRAM-Herstellern hat sich der sechste Samsung-Manager schuldig bekannt. Das US-Justizministerium teilt mit [1], der frĂŒhere stellvertretende Marketingchef Kim Il-ung habe in eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten eingewilligt, die er in einem US-StaatsgefĂ€ngnis verbringen soll. Laut Ministerium die höchste Strafe, die jemals wegen Preisabsprachen in den USA verhĂ€ngt wĂŒrde, wenn das Gericht seinen Segen gibt. Kim hat auĂerdem einer Zahlung von 250.000 US-Dollar zugestimmt und dazu, den Ermittlern bei der Arbeit zu helfen.
Samsung sowie Infineon, Hynix und Elpida haben zwischen 1999 und 2002 die Preise fĂŒr DRAM-Chips untereinander abgesprochen. Das US-Justizministerium ermittelt [2] seit drei Jahren dazu. Samsung als Gesamtkonzern hatte im November 2005 die Preisabsprachen eingestanden und 300 Millionen US-Dollar gezahlt. Im MĂ€rz 2006 hatten sich bereits vier Samsung-Manager schuldig bekannt [3], im Dezember folgte der fĂŒnfte. (anw [4])
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[1] http://www.usdoj.gov/atr/public/press_releases/2007/222770.pdf
[2] https://www.heise.de/news/US-Staatsanwaelte-haben-Chip-Hersteller-im-Visier-94231.html
[3] https://www.heise.de/news/Manager-von-Samsung-Electronics-gehen-wegen-Preisabsprachen-ins-Gefaengnis-112183.html
[4] mailto:anw@heise.de
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