Kleine US-Firma verklagt Dutzende IT-Unternehmen
Die Firma Xpoint Technologies aus Florida hat insgesamt 32 Firmen aus der IT-Branche, darunter AMD, Intel, Microsoft und fast alle fĂĽhrenden PC-Hersteller, wegen Patentverletzungen verklagt.
Bereits im Januar 2009 hatte die in Boca Raton (US-Bundesstaat Florida) ansässige Firma Xpoint Technologies die Firmen Acronis, Farstone und Microsoft sowie deren Kunden Acer, Dell, Gateway, HP, Intel und Toshiba wegen der Verletzung der US-Patente 7,024,581 und 7,430,686 verklagt. Dabei geht es um Schutzrechte für bestimmte Verfahren, die in der Backup-Software One Button Restore von Xpoint zum Einsatz kommen. Nach eigenen Angaben hat Xpoint für IBM die dort einige Jahre eingesetzte Backup-Lösung Rapid Restore entwickelt. Intel wurde unter anderem deshalb verklagt, weil einigen Intel-Mainboards die Software RestoreIT von Farstone beiliegt. Microsoft soll mit der Complete PC-Sicherung von Microsoft Vista die Xpoint-Schutzrechte verletzt haben, wie die Klageschrift erläutert.
Nun hat Xpoint noch viel mehr Firmen verklagt, nämlich weitere 23 und einige ihrer Tochtergesellschaften. Unter den Beklagten sind beispielsweise Gerätehersteller wie Apple, HTC, Nokia, Palm oder Sony Ericsson, aber auch Chiphersteller wie Cypress, Marvell, Nvidia, Qualcomm oder TI sowie Google und Telcos wie AT&T, T-Mobile, Sprint Nextel und Verizon. Nach Informationen von TG Daily geht es um das Patent 5,913,028 auf ein spezielles Datenübertragungsverfahren.
Der Firmengründer Frank Wang war nach eigenen Angaben Mitglied jenes IBM-Teams in Florida, das den ersten PC entwickelte. Später war er für andere Firmen tätig, Xpoint hat in den 90er-Jahren auch einen I2O-Beschleuniger für Netzwerkadapter entwickelt. Die Xpoint-Webseite nennt sogar die jetzt verklagten Firmen Intel und Microsoft als Partner in "strategischen Entwicklungsbeziehungen". Die jüngste Pressemeldung auf dem Xpoint-Server stammt allerdings aus dem Jahr 2003. (ciw)