Institute bündeln Ressourcen für Raumfahrt
Das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart hat eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zum Thema Raumtransport vertraglich vereinbart.
Deutsche Forscher entdecken Synergieeffekte für die Raumfahrt: Wie das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart am gestrigen Freitag, dem 16. Juli, mitteilte, hat man mit dem Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine langfristige Zusammenarbeit zum Thema Raumtransport vertraglich vereinbart. Die Kooperation betrifft Forschung, Lehre und Weiterbildung. Der Vertrag gilt zunächst bis Ende 2008.
Durch die Bündelung der Forschungsressoucen erhoffen die Institute eine gegenseitige Ergänzung ihrer Kompetenzen, was etwa elektrische Antriebe, Wiedereintrittstechnologie und die numerische Simulation von Raumfahrzeugen betrifft. Gemeinsam will man auch die zum Teil weltweit einzigartigen Testanlagen für die Entwicklung wiederverwendbarer Raumfahrzeuge und elektrischer Raumfahrtantriebe in Stuttgart und Göttingen nutzen. Damit sehen sich beide Institute für den europäischen und auch weltweiten Wettbewerb gut gerüstet.
Ansatzpunkte zur Zusammenarbeit umfassen, wie es heißt, ein weites Spektrum, das von Untersuchungen der Wiedereintrittsbahnen von Raumflugkörpern über die Berechnung von Heckströmungen bis zur Entwicklung von Flughardware reicht. Die Rede ist beispielsweise von einem gepulsten Plasmatriebwerk für die Mondmission, welche die Forscher der Stuttgarter Uni für das Jahr 2008 geplant haben.
Der Vertrag soll jedoch, wie verlautete, nicht nur der Forschungsarbeit zugute kommen: Auch Studierende der Uni Stuttgart sollen durch die Mitarbeit bei Projekten oder die Nutzung der DLR-Anlagen und Rechenverfahren für Studien-, Diplom- und Promotionsarbeiten daraus Nutzen ziehen. (psz)