Global Crossing trennt sich von Tiefseekabel-Dienstleister
Der Daten-Carrier und Backbone-Betreiber will sein Geschäft auf IP-Dienste konzentrieren.
Der US-Telecomkonzern Global Crossing stößt seine Sparte Global Marine Systems genauso wie seine 49-prozentige Beteiligung an der S. B. Submarine Systems ab; sie werden von der Bridgehouse Marine Ltd. übernommen. In einer Mitteilung des Carriers und Backbone-Betreibers heißt es, dass er sich von der auf Installation und Wartung von Unterseekabeln spezialisierten Tochter trenne, weil er sein Geschäft stärker auf IP-Dienste konzentrieren wolle.
Im Rahmen der Transaktion werde Bridgehouse insgesamt 14,8 Millionen US-Dollar an Global Crossing bezahlen und gleichzeitig Verbindlichkeiten der Untersee-Wartungssparte Global Marine Systems in Höhe von 117 Millionen Dollar übernehmen, heißt es weiter. Global Crossing erwartet einen Verkaufserlös in Höhe von 132 Millionen Dollar; davon 14,8 Millionen Dollar in bar, der Rest durch Übernahme von Verbindlichkeiten.
Global Crossing betreibt ein weltweites Glasfasernetz und bietet Infrastrukturdienstleistungen fĂĽr Telecom-Carrier an. In den vergangenen Jahren war der Konzern in wirtschaftliche Probleme geraten und musste Insolvenz beantragen, nachdem er einen Schuldenberg von elf Milliarden Dollar aufgetĂĽrmt hatte; das Insolvenzverfahren konnte der Konzern Ende 2003 wieder beenden. (tol)