Bitkom-Chef will schnelle Umsetzung des Zuwanderungsgesetzes

In den nächsten Monaten werde das Thema Outsourcing in Deutschland auch für mittelgroße Firmen an Bedeutung gewinnen, sagt der Bitkom-Präsident.

vorlesen Druckansicht 393 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Torge Löding

"Die Konjunkturkrise in der Branche ist beendet. Im nächsten Jahr werden die Unternehmen wieder Arbeitskräfte einstellen", so die positive Konjunktureinschätzung von Willi Berchtold, Präsident des Branchenverbandes Bitkom. In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung forderte er deshalb eine schnelle Umsetzung des Zuwanderungsgesetzes, da die Greencard-Regelung in diesem Jahr auslaufe. "Wir müssen Deutschland öffnen für die besten Köpfe der Welt", sagte er.

Generell habe IT heute in den deutschen Unternehmen einen höheren Stellenwert als je zuvor, betonte der Manager. Da sei es kein Widerspruch, dass das Outsourcing zunehme. Ausgelagert würden lediglich Basisprodukte und keinesfalls das, wodurch sich Firmen von den Konkurrenten differenzieren. In den nächsten Monaten werde das Thema Outsourcing in Deutschland für mittelgroße Firmen an Bedeutung gewinnen.

Insgesamt glaube Berchtold nicht, dass es dadurch zu einem nennenswerten Beschäftigungsabbau kommen werde. "Punktuell fallen sicherlich Stellen weg. Die Herausforderung ist es, mit höherwertigen Produkten sowie neuen Technologien, kurz, durch Innovation Arbeitsplätze zu halten beziehungsweise zu schaffen. Die Automobilindustrie ist übrigens dafür ein gutes Beispiel", sagte er. (tol)