Preisgeld treibt Raumfahrt-Kommerzialisierung an

Mehrere Teams konkurrieren um den X-Prize für den ersten privaten Suborbital-Flug -- das sorgt für einen Innovationsschub und für ein Umdenken in der Raumfahrt-Politik

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Von
  • Sascha Mattke

Der X-Prize in Höhe von 10 Millionen US-Dollar für privat finanzierte Flüge an den Rand des Weltraum erweist sich bereits vor seiner Vergabe als durchschlagender Erfolg. Nicht nur sind dadurch bereits 400 Millionen Dollar an Forschungsinvestitionen ausgelöst worden. Der Preis steht auch für ein Umdenken in der Politik der Technologieförderung, berichtet Technology Review aktuell.

So hat die staatliche US-Forschungsagentur Darpa bereits ihrerseits einen Preis ausgesetzt -- eine Million Dollar für das Team, das mit einem unbemannten Fahrzeug 100 Meilen Wüstenstrecke hinter sich bringen kann. Trotz durchgängig gescheiterter Versuche in der ersten Runde soll das Rennen im nächsten Jahr enneut stattfinden -- mit verdoppeltem Preisgeld. Und eine Kommission des US-Präsidenten, die die Leitlinien der künftigen Weltraum-Politik erarbeitet, hat die Idee der Preisgelder bereits offiziell begrüßt.

"Dieser Politikwechsel hat sich direkt aus dem X-Prize entwickelt", sagt Brian Chase von der Nonprofit-Organisation Space Foundation. Er sei nur erstaunt, dass nicht die NASA viel früher mit solchen Preisen gearbeitet habe. Allerdings hat auch der X-Prize ein historisches Vorbild: Charles Lindbergh unternahm seinen Transatlantikflug, um den Orteig-Preis in Höhe von 25.000 Dollar zu gewinnen. (sma)