Motorola und HP wollen Mobilfunk-Infrastruktur mit Linux anbieten
Die beiden Unternehmen weiten ihre langjährige Zusammenarbeit aus.
Motorola und HP wollen gemeinsam Mobilfunk-Infrastruktur anbieten, die auf Linux basiert. Dafür erweitern die beiden Unternehmen ihre seit 25 Jahren währende Zusammenarbeit, heißt es in einer Mitteilung von Motorola. Das Angebot richtet sich an Mobilfunkanbieter, die den CDMA-Standard oder Integrated Dispatch Enhanced Network (iDEN) einsetzen. Dafür liefert HP die komplette Hardware- und Softwareplattform, also HP-cx2600-Server, Linux und die Software HP OpenCall, die den Vorgaben der Open Source Development Labs (OSDL) entsprechen.
Mobilfunkbetreiber können nach den Vorstellungen von HP und Motorola künftig ihre Kosten reduzieren, indem sie auf Netzwerk-Komponenten verzichten, die auf proprietärer Technik beruhen. Diese sollten ersetzt werden durch standardisierte und modular aufgebaute Komponenten.
Carrier Grade Linux der OSDL und die Hardware soll besonderen Anforderungen der Telecom-Carrier und Internet-Provider genĂĽgen. So mĂĽssen die Computer beispielsweise extreme Hitze aushalten sowie gegen elektromagnetische und elektrostatische Beeinflussungen immun sein; zudem mĂĽssen sich Maschinen und Software in Clustern derart organisieren lassen, dass der Ausfall eines Systems leicht abgefangen werden kann.
Carrier Grade Linux umfasst unter anderem die Definition von Tools zur Entwicklung und zum Einsatz von Sprach-, Daten- oder Mobilanwendungen. AuĂźerdem soll es unter anderem erweiterte Funktionen zur Fehlererkennung sowie fĂĽr das schnelle Fail-Over von Betriebssystem, Anwendungen, Ethernet-Verbindungen und angeschlossener Massenspeicher bieten. (anw)