VerschlĂĽsselung: Die EU grenzt sich von der US-Regierung ab
Indirekt, aber deutlich hat die Europäische Kommission in einer Mitteilung über „Europäische Richtlinien für digitale Unterschriften und Verschlüsselung" (http://www.ispo.cec.be/eif/policy/97503.html#iii3) die Versuche der amerikanischen Behörden kritisie
Indirekt, aber deutlich hat die Europäische Kommission in einer Mitteilung über „Europäische Richtlinien für digitale Unterschriften und Verschlüsselung" (http://www.ispo.cec.be/eif/policy/97503.html#iii3) die Versuche der amerikanischen Behörden kritisiert, auch auf globaler Ebene die Verschlüsselung zu begrenzen und Sicherheitsbehörden durch key escrow oder key recovery die Möglichkeit zu eröffnen, verschlüsselte Mitteilungen zu lesen.
Haupteinwand der Kommission ist, daß eine Begrenzung der Verschlüsselung und eine Hinterlegung der Schlüssel die Unsicherheiten in offenen Netzen eher verstärken und damit den elektronischen Zukunftsmarkt behindern könnten. Für eine „sichere und vertrauenswürdige" Umgebung seien für Unternehmen und Konsumenten Verschlüsselungstechniken entscheidend. Daher strebe die Kommission eine Politik an, die auf europäischer und auch auf globaler Ebene einen freien Markt für Verschlüsselungstechniken und -produkte garantiert und für diese Handelsbarrieren abschafft.
„Eine Beschränkung der Verwendung von Verschlüsselungstechnologien", so die Kommission, „könnte gesetzestreue Unternehmen und Bürger daran hindern, sich selbst gegen kriminelle Angriffe zu schützen, aber sie würde nicht bewirken, Kriminelle von deren Verwendung abzuhalten."
Schon jetzt ginge der vom elektronischen Verbrechen verursachte Schaden in die Milliarden. Und eine Ăśberwachung der Kommunikation und Transaktionen von BĂĽrgern und Unternehmen wĂĽrde die Angst vor einer totalen Ăśberwachung schĂĽren und sie dazu bringen, in der anonymen off-line Welt zu bleiben.
Siehe auch in Telepolis http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/1300/1.html (fr)