Import von Videospielen stark zurĂĽckgegangen

"Der starke Anstieg der Importe von Videospielen in den letzten Jahren hat sich inzwischen in eine Abnahme verkehrt", erklärte das Statistische Bundesamt.

vorlesen Druckansicht 283 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • JĂĽrgen Kuri

Der Import von Videospielen ist von Januar bis Mai bundesweit deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Leipziger Messe für Computer-und Videospiele GC Games Convention mitteilte, brachen die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 70 Prozent ein und erreichten nur noch einen Wert von 110,1 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahrs beliefen sich die Importe noch auf 378,4 Millionen Euro.

"Der starke Anstieg der Importe von Videospielen in den letzten Jahren hat sich inzwischen in eine Abnahme verkehrt", erklärten die Statistiker des Bundes. 2001 lagen die Importe noch bei 246 Millionen Euro, im Jahr 2002 bei 924,3 Millionen Euro. Im Jahr 2003 gingen die Importe dann um ein Viertel auf 694,7 Millionen zurück.

Die meisten Importe stammen aus China. Der Wert der von Januar bis Mai 2004 aus China importierten Videospiele betrug 59,2 Millionen Euro, von Januar bis Mai 2003 waren es 246,9 Millionen Euro. Aus den Niederlanden stammten Importe mit einem Wert von 41,1 Millionen Euro, von Januar bis Mai 2003 waren es 87,4 Mill. Euro. Weitere groĂźe Handelspartner, die Videospiele nach Deutschland lieferten, waren GroĂźbritannien mit 3,1 Millionen Euro (Januar bis Mai 2003: 1,3 Millionen Euro und Japan mit 2,8 Millionen Euro (Januar bis Mai 2003: 38,1 Mill. Euro).

Exportiert wurden von Januar bis Mai 2004 Videospiele im Wert von 111,5 Millionen Euro. Laut den Statistikern war dies ein RĂĽckgang von 36,9 Prozent gegenĂĽber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum, als Videospiele fĂĽr 176,9 Millione Euro exportiert wurden.

Europas größte Messe für Computer- und Videospiele GC Games Convention in Leipzig präsentiert sich bei der dritten Auflage noch größer als im Vorjahr. 270 Aussteller aus 13 Ländern haben 167 Premieren im Gepäck, davon allein 68 Welt-Erstaufführungen, teilte der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Josef Rahmen, mit. Erstmals seien alle vier Messehallen geöffnet. Erwartet werden von Donnerstag bis Sonntag mehr als 100.000 Besucher. (jk)