Verizon startet in Texas schnellen Internetzugang via Glasfaser

Mit Verizon Fios wird Breitband-Internet ĂĽber das Glasfaserkabel zu einer echten DSL-Konkurrenz -- auch beim Preis.

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Von
  • Torge Löding

Die größte US-Telefongesellschaft Verizon bietet ihren Kunden -- zunächst nur in der texanischen Stadt Keller -- einen neuen Highspeed-Internetzugang über das Glasfaserkabel, Verizons "Fiber-to-the-premises"-Netzwerk (FTTP). FTTP-Anschlüsse bauen auf den Techniken von Passive Optical Networks auf; PONs eliminieren die Notwendigkeit von aktiven Komponenten zwischen einem Verteilknoten und den Endpunkten des Netzes, passive optische Komponenten leiten den Traffic an die verschiedenen Endpunkte des PON. Möglich sind auch bei FTTP ATM- beziehungsweise Broadband-PON (APON beziehungsweise BPON) sowie Ethernet-PON (EPON, Teil von IEEE 802.3ah); Gigabit PONs (GPON, ITU G.984) arbeiten mit dem SONET-kompatiblen Generic Framing Protocol.

Mit einer Download-Geschwindigkeit von bis zu 30 Megabit/Sekunde wird den Verizon-Kunden in Keller ab diesem Sommer somit ein äußerst schneller Internetzugang beschert. Im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte sich Verizon mit den Konkurrenten SBC Communications und Bell South auf die technische Definition von FTTP als Standard für die letzten Meter des optischen Kabels in ein Gebäude oder Gelände geeinigt, um so dem Breitband-Internet via Glasfaser auf die Sprünge zu helfen. Nun startet Verizon das erste Angebot auf dieser Basis.

Das neue Produkt wird nach Unternehmensangaben Verizon Fios heiĂźen, in drei Varianten wird es auf den Markt gebracht. Diese unterscheiden sich in der Down- wie Upload-Geschwindigkeit sowie dem Monatspreis. Verizon Fios gibt es ab diesem Sommer in Keller und bis Ende des Jahres fĂĽr eine Million Haushalte in verschiedenen US-Bundesstaaten in folgenden Varianten: 5 MBit/s Down-/2 MBit/s Upsteam fĂĽr 39,95 US-Dollar, 15 MBit/s Down-/2 MBit/s Upstream fĂĽr 49,95 Dollar sowie 30 MBits Down-/5 Mbps Upstream; fĂĽr die schnellste Variante steht der Preis noch nicht fest, hieĂź es in einer Mitteilung.

Im Preis inbegriffen sind bereits Dienste wie der MSN Premium Content, Verizons eigenes Unterhaltungsportal Broadband Beat, neun E-Mail-Accounts mit 30 MByte Speicherplatz für den Haupt-Account plus 10 MByte für jeden weiteren. Damit die technische Hürde bei der Kundengewinnung so niedrig wie möglich bleibt, schickt der Konzern seinen Breitbandkunden auch gleich einen Techniker zur Installation ins Haus. (tol)