Rundum-Kamerasicht dank besserer Algorithmen
Ein neues Verfahren von Microsoft Research hat nach Einschätzung von Experten das Potenzial, Special Effects wie im Kino auf Fernseh- oder PC-Bildschirme zuhause zu bringen.
Ein neues Verfahren von Microsoft Research hat nach Einschätzung von Experten das Potenzial, Special Effects wie im Kinofilm auf Fernseh- oder PC-Bildschirme zuhause zu bringen. Es wurde vergangene Woche auf der Computergrafik-Messe SIGGRAPH vorgestellt. Dabei geht es um die effizientere Berechnung von Bildern, die zwischen denen zweier Kamerapositionen liegen.
In der "Matrix"-Reihe zum Beispiel waren beeindruckende Sequenzen zu sehen, in denen ein Schauspieler in Super-Zeitlupe Kugeln auswich, während die Kamera um ihn kreiste. Für diese Effekte wurden noch Hunderte von Kameras gleichzeitig eingesetzt. Mit dem von einem Team um Rick Szeliski entwickelten Verfahren sollen acht Kameras ausreichen: Es nutzt komplexe mathematische Formeln, um die fehlenden Bilder zu interpolieren und so eine flüssige Kamera-Bewegung zu suggerieren.
Interpolation wird derzeit als "Tweening" unter anderem in Zeichentrickfilmen und Computerspielen eingesetzt; allerdings eignet es sich nur fĂĽr zweidimensionale Bilder. Die neuen Algorithmen des Teams um Szeliski haben laut dem auf Grafiktechnologie spezialisierten Marktforscher Jon Peddie "das Potenzial, so wichtig wie [die Videokompression] MPEG oder Tweening zu werden." Sie dĂĽrften zuerst in Computerspielen und als Bonus auf Film-DVDs zum Einsatz kommen.
Siehe dazu in Technology Review aktuell: (sma)