Computerpanne legt britische Flughäfen lahm [Update]
Der Grund fĂĽr die Probleme soll der Zusammenbruch des Mainframe in der zentralen FlugĂĽberwachungsstelle in Swanwick in SĂĽdengland sein.
Erneut hat eine Computerpanne die britischen Flughäfen lahm gelegt. Ein Sprecher der Fluggesellschaft British Airways (BA) sagte gegenüber der BBC, dass am heutigen Donnerstagmorgen Starts auf allen Flughäfen verschoben worden seien. Ein Pilotensprecher sagte unterdessen gegenüber BBC-TV, dass der Ausfall des britischen Flugverkehrs fast vollständig sei. In Manchester seien heute früh etwa 50 Flüge abgesagt worden. Mittlerweile könne der Flugverkehr aber wieder normal aufgenommen werden.
Als Grund für die Probleme wird der Zusammenbruch des Mainframe in der zentralen Flugüberwachungsstelle in Swanwick in Südengland angegeben. Im September vergangenen Jahres hatte eine ähnliche Panne in Großbritannien zu weltweiten Flugverspätungen geführt. Zuvor war es in Japan und Los Angeles zu ähnlichen Problemen gekommen.
[Update]:
Das 623 Millionen Pfund teure, von Lockheed Martin gelieferte System in Swanwick wurde durch Schwierigkeiten mit der Datenversorgung nach einen missglückten Reboot des Systems in West Drayton in Mitleidenschaft gezogen, hieß es bei der britischen Luftaufsichtsbehörde. Das System wurde nachts für ein Update heruntergefahren, funktionierte aber beim versuchten Neustart nicht mehr. Das System in Swanwick sollte ursprünglich bereits 1996 fertiggestellt sein. Erst im Januar 2002 aber ging es dann endgültig in Betrieb, war aber nach Berichten der britischen Zeitschrift Computer Weekly seitdem durch Fehler geplagt, die zu unzähligen Problemen mit Überlastung führten.
(tol)