Beck: Computer und Internet müssen attraktiver werden
"Es darf kein neues technologisches Plebejertum entstehen", sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck zur Eröffnung des 4. Multimediakongresses der Landesregierung.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat dazu aufgerufen, IT-Medien wie Computer und Internet für die breite Bevölkerung attraktiver zu machen. "Es darf kein neues technologisches Plebejertum entstehen", sagte er zur Eröffnung des 4. Multimediakongresses der Landesregierung beim ZDF am Donnerstag in Mainz. Fachleute der Informationstechnologien sollten ihr Wissen nicht für sich behalten, sondern allgemein verständlich weitergeben. "Noch sagen 38 Prozent der Deutschen, sie können mit IT nichts anfangen", sagte Beck. Diese Berührungsängste müssten abgebaut werden.
Zu dem Kongress trafen sich rund 400 IT-Fachleute, um unter dem Motto "Regionen und Branchen im Wandel" über aktuelle Fragen zu diskutieren. Die Branchen Medien und Informationstechnologien bleiben nach den Worten des Ministerpräsidenten ein Schwerpunkt der Landespolitik. Besonderes Augenmerk liege dabei auf der Förderung von Computer-Kompetenzen an den Schulen, aber auch in der Wirtschaft. Im Land gebe es rund 7600 IT-Unternehmen mit rund 42.000 Arbeitsplätzen. "Daneben sind auch alle anderen Branchen -- einschließlich der Weinwirtschaft -- vom IT-Bereich durchdrungen", betonte Beck. Indirekt seien damit 120.000 Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz abhängig von der IT-Branche. Das Land investiere jährlich mehr als 50 Millionen Euro in den Multimedia-Bereich, zum Beispiel in das Hochschulprojekt "Virtueller Campus", bei dem es um selbst gesteuertes Lernen mit Computer und Internet geht. (jk)