Novell und Oracle wollen der Liberty Alliance weiteren Schub geben

Das Prinzip der netzübergreifenden digitalen Identität soll durch zwei Ankündigungen weiter vorankommen.

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Novell hat das System Odyssey vorgestellt, durch das sich Anwender entsprechend der Spezifikationen der Liberty Alliance online ausweisen können. Die Software, die in der ersten Jahreshälfte 2005 auf den Markt kommen soll, werde es Kunden und Mitarbeitern eines Unternehmens erleichtern, untereinander und mit Partnern in Kontakt zu treten. Als Beispiel nennt Novell den Eintrag eines neuen Mitarbeiters in die Unternehmensdatenbank. In der Folge solle dieser einfache Zugang zu ihm offen stehenden Bereichen des internen Netzes sowie zu angeschlossenen Systemen wie zum Beispiel zur Krankenversicherung bekommen.

Oracle will hingegen sein bestehendes Identify Management so erweitern, dass es systemĂĽbergreifend ebenfalls den Spezifikationen der Liberty Alliance entspricht. Das Unternehmen war vor kurzem der Allianz beigetreten. Die Voraussetzung fĂĽr die Weiterentwicklung seines Ausweissystems habe Oracle durch den Erwerb des Unternehmens Phaos Technology geschaffen, heiĂźt es in einer Mitteilung.

Die Liberty Alliance wurde 2001 von Sun zur Entwicklung einer digitalen Identität ins Leben gerufen, die einheitliche Autorisierungen von Anwendern über unterschiedliche Anbieter und Dienste im Internet hinweg ermöglichen soll. Die Federated Identity der Liberty Alliance soll eine sichere User-Identifizierung und -Anmeldung für den elektronischen Handel unabhängig von der technischen Umgebung ermöglichen. Das Projekt steht vor allem in Konkurrenz zu Microsofts Passport und durch das Webservices-Framework auch zu .NET. (anw)