KaZaa-Betreiber wollen Rückenwind für Tauschbörsen in den USA ausnutzen
Ein US-amerikanisches Berufungsgericht hat sich vergangene Woche im Verfahren gegen Grokster und Morpheus geweigert, Filesharing-Software für illegal zu erklären. Ähnliches will nun Sharman Networks für sich erreichen.
Sharman Networks, Betreiber der Tauschbörse KaZaa, möchte auch von dem Wohlwollen der Richter in den USA gegenüber den Herstellern und Vertreibern von Filesharing-Software profitieren. Vergangene Woche hatte ein Berufungsgericht im Fall Musikindustrie gegen Grokster und Streamcast (Morpheus) entschieden, dass ein Verbot derartiger Software nicht erlassen werden dürfe, wenn eine Technik zu rechtskonformen Verhalten eingesetzt werden könne. Nun will Sharman Networks auf den Zug aufspringen und für sich eine ähnliche Entscheidung erwirken.
Eine Entscheidung in den USA würde sich aber nicht direkt auf die in Australien laufenden Verfahren auswirken, räumt Sharman Networks laut Medienberichten ein. Dort gehen Universal Music Australia und andere Unternehmen gegen das Unternehmen vor mit dem Vorwurf, durch die Filesharing-Software sei es möglich, gegen Copyrights zu verstoßen. Die Verantwortlichen bei Sharman Networks hoffen aber, dass die australische Justiz von den Entscheidungen in den USA beeinflusst werden könnte. (anw)