Forscher wollen aus P2P Profit ziehen
Mitarbeiter des Instituts Multimediakommunikation der TU Darmstadt suchen bei Peer-to-Peer-Systemen nach dem "Erlös-Punkt".
Mitarbeiter des Instituts Multimediakommunikation (KOM) der TU Darmstadt haben sich an die Erforschung des Problems gemacht, wie aus dem "Millionengrab" Peer-to-Peer (P2P) einen "Goldesel" werden kann. Die Wissenschaftler sind nämlich der Meinung, mit P2P Geld zu verdienen sei "bislang ein frommer Wunsch der Internet-Ökonomen". Derzeit werde über derartige Systeme eher Geld vernichtet. Musik-Tauschbörsen würden der Industrie Milliarden kosten. Das Projekt Premium wird im Schwerpunktprogramm "Internetökonomie" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
KOM-Wissenschaftler Nicolas Liebau will es so auf den Punkt bringen: "Dezentralisation. Wenn ich keinen zentralen Server habe, dann fehlt auch ein zentraler Punkt, an dem Erlöse erwirtschaftet werden können." Diesen "Erlös-Punkt" suchen die Darmstädter Wissenschafter. Am Ende der Forschungen soll ein "profitables Accountingsystem für P2P-Netze stehen". Das System soll vermitteln, was im Netz geschieht und eine Abrechnung der verwendeten Dienste ermöglichen. (anw)